Aachen/Würselen: Sparkasse baut Filiale am Kreishaus

Aachen/Würselen : Sparkasse baut Filiale am Kreishaus

Noch sind keine Bagger im Schatten des Kreishauses zu sehen. Und mit dem Baulärm wird es an der Ecke Zollern-/Bachstraße auch noch etwas dauern, schließlich ist noch kein Bauantrag bei der Stadt Aachen gestellt worden.

Aber immerhin ist, ein Jahr nachdem die Sparkasse Aachen ihre Pläne zur Bebauung des Grundstücks der Politik vorgestellt hat, jetzt ein Mietvertrag mit dem Kreis Aachen geschlossen worden, sagt Hubert Herpers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Kreditinstituts.

Die Städteregion wird Hauptmieter des Baus, der am Fuße der bestehenden Bebauung entsteht und die denkmalgeschützten Gebäude umfasst. Denn vor dem Hintergrund, dass die städteregionale Verwaltung im Vergleich zu der des Kreises um 250 Beschäftigte wächst, müssen neue Büroflächen her.

Während die Sparkasse ihre Filiale von der Oppenhoffallee auf in das Erdgeschoss des Neubaus verlegen wird, wird sich auf 6750 Quadratmetern die Städteregion wohl frühestens im Jahr 2011 breit machen. Damit kommen Politik und Verwaltung ihrem Ziel näher, die Mitarbeiter so weit wie möglich am Kreishaus, das bereits vor wenigen Jahren erweitert wurde, als Sitz der Städteregion zu konzentrieren.

Viele Vorteile

In relativer Nähe werden die rund 85 Mitarbeiter des städteregionalen Gesundheitsamtes wohl bald ihren Sitz haben. „Zu 99,8 Prozent werden die Aachen-Arkaden der neue Standort. Damit sind die Verantwortlichen der Gesundheitsämter von Stadt und Kreis Aachen einverstanden”, sagt der Aachener Beigeordnete Heinz Lindgens und zählt zahlreiche Vorteile auf. Zum einen sei das publikumsintensive Amt gut zu erreichen.

So hielten nicht nur die Busse auf der Trierer Straße vor der Haustüre, sondern auch die Euregiobahn am Bahnhof Rothe-Erde. Zudem gebe es zahlreiche Pkw-Stellplätze im Parkhaus. Auf der anderen Seite könnten die Büroräume im Obergeschoss der Arkaden nach den Bedürfnissen umgebaut und technisch ausgerüstet werden. Lindgens: „Es ist ein gutes Objekt für solch ein wichtiges Amt, das wir von Anfang an im Auge hatten.” Weitaus besser jedenfalls als das bisherige Aachener Gesundheitsamt in der Hackländerstraße oder andere mögliche Standorte.

Dabei dürfte die Zeit für Vertragsverhandlungen günstig sein. Schließlich kämpft der Arkaden-Betreiber wegen der schlechten Auslastung um jeden Mieter. Dem Vernehmen nach werden 8,50 Euro pro Quadratmeter fällig, was laut Aachener Mietspiegel, der eine Bandbreite von fünf und bis 12,50 Euro aufweist, durchaus günstig ist.

Auch beim Straßenverkehrsamt geht´s ums Geld. Zwar sind die Verträge noch nicht unterschrieben, aber schon bald dürfte die Standortfrage nach einer monatelangen Hängepartie - die Eigentümerfrage war, nachdem der EBV-Nachfolger Evonik im Jahr 2007 das Grundstück verkauft hatte - geklärt sein.

Hatte es zwischenzeitlich auch die Optionen Neubau (am Flugplatz Merzbrück) und Umzug gegeben, soll das Amt nun doch an Ort und Stelle im Würselener Gewerbegebiet Aachener Kreuz bleiben - „zumindest bis zum Jahr 2021 und zu verbesserten Mietkonditionen”, sagt Amtsleiter Ralf Kahlen. So rechnet er bis zum Vertragsende mit Einsparungen von bis zu 400.000 Euro.

„Wir machen kein schlechtes Geschäft”, sagt Kahlen. Auf der einen Seite, weil das Gebäude an der Carlo-Schmid-Straße wichtige Vorteile habe: die zentrale Lage und ein Grundriss, der eigens den Bedürfnissen des Straßenverkehrsamtes angepasst worden sei. Auf der anderen Seite sei ein Neubau mit vielen Unsicherheiten verbunden. „Ob das am Ende günstiger wäre, ist bei weitem nicht sicher.”

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