Sparkasse Aachen saniert Hauptfiliale in der Innenstadt

Bilanz des vergangenen Jahres : Sparkasse setzt auf Leute vom Bau

Die Sparkasse Aachen hat ihre Bilanz 2018 vorgestellt. Das Geldinstitut hat nicht nur für die Hauptstelle am Friedrich-Wilhelm-Platz viel vor. Erstmals gibt es jetzt ein duales Studium.

Eines sollte fast so sicher sein wie das Bargeld in den Tresoren der Sparkasse: der Bestand des Geschäftsstellennetzes. Das betonte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen, Norbert Laufs, ausdrücklich. Bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstagabend band Laufs dieses Vorhaben in das Selbstverständnis des Hauses als „Beratung mit Gesicht“ ein. Das geschäftliche Wachstum sei letztlich die Grundlage für das flächendeckende Geschäftstellennetz.

Dennoch wird im aktuellen Geschäftsjahr die eine oder andere Stellschraube im Bestand der Geschäftsstellen gedreht. In Roetgen entsteht an der Bundesstraße ein Neubau und die Zweigstellen Konzen und Mützenich ziehen in einen kommenden Neubau in Imgenbroich.

Gravierndste Maßnahme wird aber sicher die umfassende Umgestaltung der Kundenhalle an der Hauptstelle Friedrich-Wilhelm-Platz. „33 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen“, begründete Laufs die Arbeiten, die im Frühsommer beginnen werden und rund zwei Jahre dauern. In diesem Zeitraum finden die Kunden vis-à-vis das Ausweichquartier am Holzgraben 9, vielen Aachenerinnen und Aachenern noch als Haus des ehemaligen Bavaria-Kinos bekannt. Die Immobilie gehört der Sparkasse. Der Selbstbedienungsbereich bleibt auch während der Umbauphase an der heutigen Stelle.

Weiterhin fest positionieren will sich das Geldinstitut als Ausbildungsträger und Arbeitgeber. Zum Jahresende hatten 1842 Menschen dort ihren Arbeitsplatz, als Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigte und in der Ausbildung. Wobei es durchaus bemerkenswert ist, dass nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden konnten. Ein Umstand, den Dr. Christian Burmester vom Vorstand nicht zuletzt der guten Arbeitsplatzsituation in Deutschland zuschreibt. Dennoch werden zum Herbst 55 neue Auszubildende gesucht, zehn mehr als im Vorjahr. Angesichts der aktuellen Bewerbungssituation sind die Verantwortlichen aber zuversichtlich, alles besetzen zu können. Als Neuerung präsentierte der Vorstand den neuen Ausbildungsgang in Form eines Dualen Studiums für besonders Begabte. Burmester betonte aber, dass die Ausbildung bei der Sparkasse grundsätzlich auch guten Realschulabsolventen und Studienabbrechern offen stehe.

Als Kreditinstitut mit städteregionaler Ausrichtung sieht sich die Sparkasse in der Verantwortung gegenüber den sozialen und kulturellen Vereinen sowie den Sportklubs. Insgesamt habe man 2018 1300 Vereine über Spenden und Stiftungsausschüttungen unterstützt. Auch hier bekommt das weite Filialnetz große Bedeutung, denn die Kontakte entstünden direkt über die Kunden und die Mitarbeiter in den Aachener Stadtteilen und den anderen Kommunen der Städteregion. Die Gesamtsumme der Ausschüttungen, Gewerbesteuer und des Sponsorings konnte gegenüber 2017 von 42 auf 46 Millionen Euro gesteigert werden. So wolle man – das unterstrich Laufs – den Menschen in der Städteregion außerhalb des Kernaufgabenbereiches etwas zugute kommen lassen.