Aachen: Spaceboxen werden an den Höchstbietenden verkauft

Aachen : Spaceboxen werden an den Höchstbietenden verkauft

Sie sind 19 Quadratmeter groß, verfügen über eine kleine Kochzeile, eine Dusche, Waschbecken sowie eine Toilette und bieten ausreichend Platz für Bett, Tisch und Stühle — außerdem wurden sie im Jahr 2016 generalüberholt:

Die Spaceboxen, die seither auf dem Gelände der Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne am Kornelimünsterweg stehen und einst Flüchtlingen als Wohnraum dienten. Nun werden sie von der Stadt Aachen versteigert.

Bis zum 29. Juni können bei der Stadt noch Gebote abgegeben werden. Interessierte Käufer können sich dafür an dem Marktwert der Boxen orientieren. Angeschafft wurden sie pro Stück für einen „niedrigen fünfstelligen Betrag“, wie Evelin Wölk von der städtischen Pressestelle auf Anfrage sagte.

Der Höchstbietende wird am Ende das Rennen machen. Der Erlös soll wiederum in städtische Projekte fließen. Schließlich seien die Boxen ja auch aus dem städtischen Haushalt finanziert worden, so Wölk.

52 dieser Boxen stehen derzeit noch auf dem Gelände der Kaserne. Sie wurden vor etwas mehr als zwei Jahren aus den Niederlanden nach Aachen geholt. Dort hatten sie Studenten als Einraumapartments gedient. Sie wurden saniert und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Jetzt werden sie nicht mehr gebraucht.

Am liebsten wäre der Stadt, wenn ein Anbieter alle Boxen auf einmal oder zumindest eine größere Menge abnähme. Bis zum 31. Juli müssen sie in Eigenregie vom Käufer abgebaut werden. „Das geht nur mit Hilfe eines Autokrans“, sagt Wölk. Diesen und den Transport muss der Käufer dann selbst organisieren. Ist diese Hürde überwunden, seien der Kreativität keine Grenzen gesetzt. „Man kann sich alles vorstellen“, sagt Wölk. Beispielsweise könnten die Spaceboxen als Wohneinheiten auf Campingplätzen dienen oder kämen möglicherweise für studentisches Wohnen infrage. Die Einheiten könnten auch gekoppelt und somit vergrößert werden. Einige wenige private und geschäftliche Interessenten gebe es schon, sagte Wölk. Entschieden sei allerdings noch nichts.

Gebot per E-Mail abgeben

Die Stadt Aachen nimmt aktuell noch Gebote entgegen. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an submission@mail.aachen.de wenden. Die Flüchtlinge, denen die Spaceboxen einst als Unterkunft dienten, sind übrigens nun in Wohneinheiten auf dem ehemaligen Sportplatz an der Adenauerallee untergebracht.