Aachen: Soziale Stadt: Neue Projekte in Aachen-Nord

Aachen : Soziale Stadt: Neue Projekte in Aachen-Nord

„Wir können heute froh in die Zukunft schauen und sagen, dass das Projekt weiterläuft.“ Das Projekt „Soziale Stadt Aachen-Nord“ steht für Leiter Fabian Kumkar nach der Bewilligung der Fördermittel für weitere fünf Jahre auf sicheren Beinen.

Die Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtbezirks laufen seit 2010 und werden nun durch finanzielle Unterstützung der Städtebauförderung bis einschließlich 2019 fortgesetzt. Im Fokus des integrierten Handlungskonzeptes stehen die Verbesserung einzelner Wohnstandorte und die Förderung der Bürgerbeteiligung.

Ab Januar 2015 startet die zweite Hälfte des Projekts. Besonders für das Quartier Feld- und Liebigstraße, das Gebiet um die Jülicher Straße und den Rehmplatz sind Fördermaßnahmen geplant. Dort sollen Wohnsituation, lokale Wirtschaft und soziale Rahmenbedingungen zugunsten der Anwohner verändert werden.

Umbau am Rehmplatz

Die nächste Förderstufe des Projekts sieht zum einen die Fertigstellung der Spielplätze im Quartier Feld- und Liebigstraße für das Jahr 2015 vor. Im selben Zeitraum sollen die Umbauarbeiten am Rehmplatz abgeschlossen werden. Durch behindertengerechte Übergänge wird der Platz barrierefrei gestaltet. Der Projektplan sieht außerdem den Ausbau des Außenbereichs des Depots Talstraße, Zentrum für soziale und kulturelle Begegnung, vor. Ab Mitte 2015 werden zudem bauliche Maßnahmen auf privaten Grundtücken und Gebäuden im Stadtbezirk unterstützt. Zusätzlich soll mithilfe verschiedener Entwicklungsprojekte die Attraktivität des Gewerbestandorts Aachen- Nord erhöht werden.

Bürgerbeteiligung erwünscht

Ein wichtiges Fundament des Projekts Soziale Stadt Aachen-Nord ist die Bürgerbeteiligung. „Im Gegensatz zu Innenstadtprojekten geht es hier um das Miteinander“, erklärt Planungsdezernentin Gisela Nacken. Das Förderprogramm dient nicht nur der Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen. Es ist auch ein Weg, die Identifikation der Anwohner mit ihrem Viertel zu stärken.

Mit dem Verfügungsfonds mit jährlich 77.000 Euro können Bürger und lokale Einrichtungen Initiativen wie Straßenfeste oder Kunstprojekte umsetzen. Das Stadtteilbüro Nord um Stadtteilmanagerin Silke Gärtner konnte dadurch in diesem Jahr 37 Ideen mit Anwohnerbeteiligung realisieren. 2015 wird außerdem eine Dependance im Quartier Feld- und Liebigstraße eröffnet.

Die geplanten Gesamtkosten für das Projekt Soziale Stadt Aachen- Nord belaufen sich auf 20,4 Millionen Euro. Für die zweite Hälfte des Handlungskonzeptes stehen davon 7,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Zuschüsse seitens der Städtebauförderung durch das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesrepublik und die EU machen dabei 80 Prozent des Fonds aus. Der Restbetrag wird von der Stadt Aachen beigesteuert.

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