1. Lokales
  2. Aachen

Noch weniger Geldautomaten: So reagiert die Sparkasse Aachen auf die Geldautomaten-Sprengungen

Noch weniger Geldautomaten : So reagiert die Sparkasse Aachen auf die Geldautomaten-Sprengungen

Nach den jüngsten Geldautomaten-Sprengungen stellt die Sparkasse Aachen den Betrieb von weiteren Geldautomaten ein. Auch darüber hinaus müssen sich die Kunden auf Einschränkungen einstellen.

Die Sparkasse Aachen reduziert erneut die Anzahl der Geldautomaten in der Region. Auch die zeitliche Verfügbarkeit der Automaten werde eingeschränkt. Das teilte die Sparkasse Aachen am Mittwoch mit.

Damit reagiert die Sparkasse auf die jüngsten Geldautomaten-Sprengungen, von der gerade auch unsere Region betroffen ist. „Aktuell nehmen die Anzahl und die Brutalität der Angriffe deutlich zu“, wird Norbert Laufs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, in einer Pressemitteilung zitiert. Zuletzt wurde in der Nacht zu Dienstag in Vettweiß im Kreis Düren ein Geldautomat gesprengt. „Um das Risiko zu vermindern, dass bei den Sprengungen Personen zu Schaden kommen, müssen wir noch schneller und mit noch mehr Nachdruck auf die veränderte Situation reagieren.“

Ausgehend von der aktualisierten Gefährdungsanalyse sind viele Geldautomaten in den Filialen demnach ab sofort vorübergehend nur noch während der Servicezeiten nutzbar. Darüber hinaus werden an 19 der fast 100 Standorte keine Geldautomaten nutzbar sein. In Aachen und in der Nordeifel sind fünf Automaten betroffen, in Baesweiler zwei, in Eschweiler, Alsdorf, Herzogenrath und Würselen jeweils einer.

<figure role="group" class="park-embed-iframe"> <span class="park-embed-iframe__wrapper"> <div class="park-iframe" > <div class="park-iframe__iframe"> <noscript> <iframe src="https://www.google.com/maps/d/u/2/embed?mid=1QVpMD6pSI5KGGMG8Sv_5uID90eSCerk&amp;ehbc=2E312F" width="640" height="480" frameborder="0" name="embedded1" title="" > </iframe> </noscript> </div> </div> </span> <figcaption class="park-embed-iframe__caption"> </figcaption> </figure>
Dieses Element enthält Daten von GoogleMaps. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Bei ihren Maßnahmen habe die Sparkasse darauf geachtet, dass an den Wochenenden in jeder Kommune ein „gut zu erreichendes Bargeldangebot“ bestehen bleibt.

Damit wird das Geldautomatennetz in der Region immer kleiner. In den vergangenen drei Jahren habe die Sparkasse fast 30 Automaten entsprechend den Empfehlungen des Landeskriminalamtes abschalten müssen.

„Wir sind uns bewusst, dass diese Maßnahmen zu Einschränkungen bei der Bargeldversorgung führen“, sagt Norbert Laufs. „Die Tätergruppen nehmen in Kauf, dass Menschen verletzt oder sogar getötet werden. Der Schutz von Menschenleben steht für uns an erster Stelle“, betont Laufs. „Gerade wegen unserer Grenznähe insbesondere zu den Niederlanden können wir dieses Risiko nicht tragen.“ Aus den Niederlanden stammt die Tätergruppe, die für ihr brutales und rücksichtsloses Vorgehen besonders bekannt ist.

Norbert Laufs bittet die Sparkassenkundinnen und -kunden um ihr Verständnis für diese temporären Sofortmaßnahmen und wirbt dafür, so oft wie möglich bargeldlos zu bezahlen.

Wie lange diese Sofortmaßnahmen anhalten werden, ist demnach unklar. Es könne „einige Wochen oder vielleicht sogar Monate dauern“, bis den Kundinnen und Kunden die Einschränkungen aufgehoben werden.

Eine Übersicht über die Verfügbarkeit der Filialen und der Geldautomaten der Sparkasse Aachen gibt es im Internet unter www.sparkasse-aachen.de/filialfinder.

(red)