Aachen: Skat, Doppelkopf und Knobeln für den Dom

Aachen: Skat, Doppelkopf und Knobeln für den Dom

Ein flüchtiger Blick in seine Karten verriet dem damaligen Dompropst Hans Müllejans, „dass das ein teuflisch gutes Blatt ist - für den Dom.” Nicht nur bei der ersten Auflage des Benefiz-Skatturniers war das Aachener Münster der große Gewinner. 120 Teilnehmer aus Politik, Kultur, Kirche und Sport fanden sich auch 17 Jahre später im Offizierscasino Gut Neuhaus ein, um 7976 Euro für die Sanierung der Innenmosaike des Doms beim Skat, Doppelkopf und Knobeln zu erspielen.

„Dabei handelt es sich ausschließlich um Menschen, die sich dem Dom verbunden fühlen”, berichtet Organisator Jochen Schulte, dessen Vater das Turnier im Jahr 1992 zusammen mit DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun und Oberst Wilhelm Stein ins Leben rief.

„Bei einer Bierrunde kam ihnen der Gedanke, dass sie einfach mal für den Dom spielen”, erinnert sich Schulte an die Erzählungen. Da die Idee von zahlreichen Mitstreitern getragen wurde, entwickelte sich das Turnier von Jahr zu Jahr weiter. „Mittlerweile haben wir sogar so viele Anfragen, dass wir einigen absagen müssen.”

Neben 36 Runden Skat wurden im vergangenen Jahr auch signierte Trikots von Alemannia Aachen und anderen Bundesligisten versteigert. Die Einnahmen kamen dem Dom ebenfalls zu Gute. „Durch Egidius Braun hatten wir vor allem in der Anfangszeit sehr viele bekannte Fußballer wie Berti Vogts oder Reiner Calmund dabei”, sagt Schulte. Das Niveau schwankte dabei allerdings von Anfänger bis Profi. „Ich selbst spiele auch nur einmal im Jahr. Nach ein paar Runden werde ich immer besser”, erklärt Schulte schmunzelnd.

Der neue Dompropst Helmut Poqué fällt schon eher in die Kategorie Vollprofi. „Dass man mit schlechten Karten einem anderen ein Spiel kaputt machen kann, finde ich am besten”, sagt Poqué.