Aachen: Ska-Band will Flüchtlingen Freude bereiten

Aachen : Ska-Band will Flüchtlingen Freude bereiten

Es soll ein fröhlicher und unbeschwerter Abend werden. Und bei all den schlimmen und bedrückenden Meldungen, die es im Augenblick zum Thema Flüchtlinge europaweit gibt, kann ein wenig Heiterkeit wirklich nicht schaden.

Das Eilendorfer Bündnis für Integration plant für den kommenden Samstag, 5. September, unter dem Motto „Eilendorf ist einen Schritt voraus“ ein großes Open-Air-Benefizkonzert mit der Aachener Ska-Band The Quicksteps an der Kleinen Offenen Tür Birkstraße.

Das Eilendorfer Bündnis für Integration hat in den letzten Monaten viele Aktionen für Flüchtlinge in Eilendorf organisiert. Und ob St. Martinsfest, Nikolaus- und Weihnachtsfeier oder Zoobesuch — alle haben einen Zweck, wie Sprecherin Beate Jahn erklärt: „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir alle Flüchtlinge willkommen heißen.“

Mit den Quicksteps hat das Bündnis für Integration jetzt tatkräftige Mitstreiter gefunden: Georg Rouette (Gesang), Tobi Campmann (Gesang), Holger Bergmann (Schlagzeug), Martin Büsen (Gitarre), Moritz Schippers (Hammond), Dirk Meinecke (Bass), Bernd Simons (Saxophon), Marc Radermacher (Saxophon), Sebastian Schaber (Posaune) und Florian Esser (Trompete) hatten schon Ende 2014 die Idee für Flüchtlinge zu spielen, wie Sänger Georg Rouette erklärt.

„Wir haben dann durch den Vater unseres Posaunisten Sebastian mit dem Bündnis für Integration in Eilendorf einen sehr guten Partner gefunden. Das Bündnis hat sich über unser Angebot, vor und für Flüchtlinge zu spielen, sehr gefreut und bietet mit einem Picknick den organisatorischen Rahmen in Eilendorf.“

Für die Quicksteps steht fest, dass Flüchtlinge nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Abwechslung für den Kopf und vom Alltag im Flüchtlingsheim brauchen. „Ska ist Musik, die ins Bein geht und Freude bereiten kann. Wir hoffen, dass wir mit unserer Musik auch die Menschen aus anderen Ländern begeistern und ihnen einen schönen Abend bereiten können“, sagt Georg Rouette.

Daran zweifelt Beate Jahn nicht. Ein Konzert könne ein gutes Mittel sein, alteingesessene Eilendorfer und Flüchtlinge zusammenzubringen, meint Jahn. „Weil es ungezwungen und fröhlich ist, keinen Eintritt kostet und vielfältige Begegnungen ermöglicht.“

Einstellen sollte sich das Publikum auf klangstarken Ska in vielen verschiedenen Facetten mit reichlich Power. „Generell wird es ein typisches Quicksteps-Konzert. Gerade das macht es aber besonders spannend für uns, weil das Publikum wahrscheinlich mit Ska-Musik noch nicht oder nur sehr wenig in Berührung gekommen ist. Wir sind gespannt und freuen uns sehr auf die Eilendorfer Bürger und die dort lebenden Flüchtlinge. Wir hoffen, dass am Ende einfach jeder eine gute Zeit hatte und etwas Abwechslung zum Alltag bekommen hat“, sagt Georg Rouette.

Angesichts der sich häufenden Meldungen über Anschläge auf Flüchtlingsheime, ist der Quicksteps-Sänger froh, dass es so viele Menschen gibt, die sich dem „rechten Irrsinn in den Weg stellen, Haltung zeigen und den Mund aufmachen“.

Dass es wichtig ist, ein positives Zeichen zu setzen, weiß auch Beate Jahn. Als die ersten Flüchtlinge in ihren Stadtteil kamen, seien die Eilendorfer auch sehr skeptisch gewesen, doch heute seien sie hilfsbereit und offen.

Wer auch ein positives Zeichen setzen möchte und das Konzert der Quicksteps hören will, sollte spätestens um 19.30 Uhr in der OT Birkstraße sein. Es lohnt sich aber schon früher zu kommen. Das Vorprogramm startet um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

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