„Stille Helden“: Sie bereichern das Leben der anderen

„Stille Helden“ : Sie bereichern das Leben der anderen

Zum 14. Mal wurde der Stille-Helden-Preis verliehen. Die Preisvergabe wurde traditionsgemäß im Garten des Vorsitzenden der Deutsch-Türkischen-Gesellschaft „Eurotürk“, Reiner Bertrand, gefeiert. Preisträgerin war dieses Jahr Pelin Yigit, die den Preis schon zum zweiten Mal erhielt.

Der Stille-Helden-Preis ist eine Auszeichnung für besonderes soziales Engagement. Er richtet sich vor allem an diejenigen, die das Leben anderer mit ihren Taten bereichern, die für andere da sind, ohne eine Gegenleistung zu erwarten aber auch an die, die sich an sozialen Projekten beteiligen, mitwirken und vielen Menschen einen Weg in eine bessere Zukunft ermöglichen und dies stets aus reiner Menschlichkeit und Nächstenliebe.

Auch die Preisträgerin Yigit arbeitet seit 20 Jahren mit Menschen zusammen, machte erst eine Kinderpflegerinnenausbildung und studierte dann Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule in Aachen. Sie war in verschiedenen Organisationen tätig und gründete 2016 den Verein „Türöffner“. Der Verein hat das Ziel, benachteiligte Familien in verschiedensten Lebenssituationen, zu beraten, zu fördern, Bildungswege zu schaffen und Kulturen zusammen zu bringen. Der Verein zählt schon 80 Mitglieder aus 20 verschiedenen Nationen und lebt nach dem Motto: Deine Herkunft bestimmt nicht deine Zukunft.

Vor der Verleihung und der Laudatio durch Oberbürgermeister Marcel Philipp betonten Dr. Okan Akin von „Eurotürk“ und die NRW-Staatssekretärin für Migration, Serap Güler, die Wichtigkeit dieses Preises. Besonders durch die aktuelle politische Lage bekomme der Preis einen immer wichtigeren Stellungswert, betonten beide ihn ihren Reden.

Damit unterstrichen Akin und Güler den symbolischen Wert des Preises. Denn eigentlich müssten alle die, die sich selbstlos und herzlich um andere Menschen kümmern, um der Menschlichkeit willen, einen Preis bekommen, grade jetzt, da die Rechtspopulisten in die Regierungen einzögen.

Auch der Generalkonsul der Türkei, Baris Ceyhun Erciyes, sprach ein Grußwort an die Preisträgerin und an den Verein „Eurotürk“, die das Treffen möglich machten. Er betonte, dass die Verschiedenartigkeit und der Zusammenhalt der Nationen wichtig seien.

In ihrer Dankesrede richtete sich Pelin Yigit an alle versammelten Gäste. Um ihre Arbeit zu ermöglichen, brauche es Zusammenhalt, Verlässlichkeit und vor allem Menschlichkeit. Und an alle die, die diese Arbeit unterstützten, richte sich dieser Preis. Um ihr Ziel zu erreichen, bedürfe es viel Ausdauer und Unterstützung: „Denn,“ so die Preisträgerin, „mal gelingt es uns und mal nicht – aber wir geben nie auf!“

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