Aachen: „Science Talk“ zum Theaterstück „mensch maschine“ startet

Aachen : „Science Talk“ zum Theaterstück „mensch maschine“ startet

Für Gesa Lolling, Dramaturgin am Theater Aachen, ist Konstantin Küspers Theaterstück „mensch maschine“ eines, das den Zuschauer mit einer Frage zurücklässt: „Man kommt aus dem Stück raus und fragt sich, was eigentlich schon möglich ist.“

Es ist eine Frage, bei der Faszination und Horror nahe beieinander liegen, denn „mensch maschine“ erzählt die Geschichte eines Mannes, dem Wissenschaftler das Gehirn entnehmen. Sie schließen das noch funktionierende Gehirn an einen Computer an und dieser täuscht dem Probanden vor, er lebe noch sein vorheriges Leben. Im weiteren Verlauf des Stücks treten allerdings Fehler in der Software auf. Schließlich kommt es zu einer Katastrophe.

Es ist ein Stück, dass sich geradezu anbietet für wissenschaftlichen Austausch, und genau das soll bei den „Science Talks“ passieren, die das Theater mit der RWTH am Freitag, 22. Juni, und Donnerstag, 28. Juni, im Anschluss an die Vorstellungen von „mensch maschine“ organisiert.

Schon einmal stand das Thema „Von Menschen und Maschinen“ im Vordergrund. Damals ergänzten Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten literarische Texte, die sich mit dem Thema Menschen und Maschinen beschäftigten. Beim Science-Talk zu „mensch maschine“ möchten Lolling und Stella Conrads von der Pressestelle der RWTH den Fokus auf die Hirnforschung lenken. Zu diesem Zweck werden heute Professorin Irene Neuner und am Donnerstag Nenja Ziesen sprechen. Irene Neuner ist seit 2007 leitende Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinkum und forscht aktuell zur multimodalen Bildgebung, unter anderem ein wichtiges Feld für die Erforschung und das Verständnis von Schizophrenie.

Nenja Ziesen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Soziologie und im Bereich der Technik- und Organisationssoziologie tätig. Unter Moderation von Jens Tervooren wollen beide Wissenschaftlerinnen mit dem Publikum und den Darstellern ins Gespräch kommen.

Der Eintritt zu den Science-Talks ist frei, Beginn ist nach der Vorstellung ungefähr um 21.45 Uhr. Die Karten für die Vorstellung in der Kammer kosten 23,60 Euro (ermäßigt 15,35 Euro), Vorstellungsbeginn ist um 20 Uhr.