Schwimmhalle Brand in Aachen soll Ende März wieder öffnen

Schwimmhalle Brand : Maroder Sprungturm verzögert das Schwimmvergnügen

Eigentlich hätte die Zwangspause bald beendet sein sollen. Ende Februar, spätestens Anfang März sollte die Schwimmhalle Brand nach der aufwendigen Sanierung wieder eröffnet werden. Nun müssen sich Schulklassen, Freizeitschwimmer und Wasserratten doch noch etwas gedulden

Erst am 25. März wird die Halle am Wolferskaul in Betrieb genommen, wie das städtische Presseamt am Freitag mitteilte. Der Grund: ein maroder Sprungturm.

Der Dreimeterturm leidet unter Korrosion im Stahlbeton. Bereits im Dezember sei eine Bauwerksuntersuchung in Auftrag gegeben worden, um zu klären, ob der Beton instand gesetzt werden kann und muss. Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt seit vergangener Woche vor: „Eine Betonsanierung wäre nur mit einem sehr aufwendigen Verfahren möglich und nicht wirtschaftlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Um eine weitere lange Schließzeit zu vermeiden, habe das Gebäudemanagement der Stadt gemeinsam mit dem Fachbereich Sport entschieden, den maroden Sprungturm abzureißen. Dieser Spezialabriss werde nun bereits umgesetzt. Dazu wurde der alte Betonturm eingerüstet, eine Be- und eine Entlüftungsmöglichkeit über die großen Außenfenster geschaffen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagt Robert Schmidt, Abteilungsleiter der Technischen Instandhaltung beim Gebäudemanagement der Stadt Aachen.

Neuer Sprungturm?

Wenn die Halle planmäßig Ende März – nach einem guten halben Jahr – öffnet, werden die Besucher vorerst noch ohne Dreimeterturm auskommen müssen. „Über einen neuen Sprungturm macht man sich nun Gedanken und plant Varianten, ohne die Schwimmhalle erneut über einen längeren Zeitraum schließen zu müssen“, so das Presseamt. Erst wenn diese Varianten geprüft seien, könne man verlässliche Angaben zu den Kosten für den neuen Sprungturm machen, teilte Björn Gürtler vom städtischen Presseamt auf Anfrage mit.

Insgesamt hat die Stadt für die Sanierung der Schwimmhalle Brand 650.000 Euro in die Hand genommen. Die Warmwasserversorgung und die Beckenwasseraufbereitungsanlage wurden erneuert, ebenso wie die Fliesen in den neuen Sanitär- und Duschräumen. Die beliebte Schwimmhalle war Mitte September wegen eines Legionellenbefalls geschlossen worden.

Die Bakterien, die die Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung, auslösen können, waren bei einer Routineuntersuchung im Kabinen- und Duschbereich entdeckt worden. Im Zuge der damit verbundenen Sanierungsarbeiten hat die Stadt somit gleich mehrere Baustellen in der fast 50 Jahre alten Schwimmhalle angepackt. Und nun auch besagten Sprungturm.

(akas)