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Aachen: Schwarze und Grüne sind noch uneins in Laurensberg

Aachen : Schwarze und Grüne sind noch uneins in Laurensberg

„Nein, das stimmt so nicht”, kommentiert die designierte Eilendorfer Bezirksvorsteherin Elke Eschweiler Gerüchte, wonach sich Dieter Verheyen, der lange Jahre die CDU-Fraktion im Stadtbezirksparlament geführt hat, im Streit aus der Gemeindevertretung verabschiedet habe.

„Die Arbeit wächst Herrn Verheyen über den Kopf, er hat einfach keine Zeit mehr”, bestätigt CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Harald Baal.

Schon Anfang November habe der Ehemann der Europaabgeordneten Sabine Verheyen seine Absicht mitgeteilt, sein Amt nicht mehr anzutreten. „Die Fraktion wird jetzt von Jürgen Bruckmann als Vorsitzender und Oliver Bode als seinem Stellvertreter geführt.” Nach der Hälfte der Legislaturperiode würden die beiden ihre Ämter wechseln. Die Kontinuität sei also gewahrt, bekräftigt Elke Eschweiler, die am kommenden Dienstag als Kandidatin für das Amt der Bezirksvorsteherin auf einer gemeinsam schwarz-grünen Liste präsentiert wird.

Unterdessen ist aus Laurensberg zu hören, dass dort nicht alles so klar ist, wie es bisher schien. Die CDU-Fraktion soll sich etwas schwer tun mit den Grünen. Die Schwarzen hatten darauf gesetzt, mit dem Thema Sandhäuschen die Wahl haushoch zu gewinnen, hatten sich aber verkalkuliert.

Stattdessen sind die Grünen, an der Spitze Karin Schmitt-Promny, als die eigentlichen Sieger aus der Wahlschlacht hervorgegangen. Und zwar mit einer entgegengesetzten Meinung zum Thema Sandhäuschen. „Bis Mittwoch werden sicher alle Unstimmigkeiten ausgeräumt sein und ein geeigneter Kandidat fürs Amt des Bezirksvorstehers präsentiert werden”, hofft ein Insider, der weiß, dass die Wahl von Schmitt-Promny keineswegs als sicher abgehakt werden darf.

Auch in Haaren wird es wohl keine Schwarz-Grüne Allianz geben, nachdem ein Gespräch am Freitag zwischen beiden Seiten eher unverbindlich geblieben sein soll. Dort deutet alles darauf hin, dass sich der bisherige Bezirksvorsteher Ferdinand Corsten (CDU) wiederwählen lassen will - mit Unterstützung des FDP-Vertreters Hans Mambor.