Aachen: Schwarz-Rot will „Wohnen“ und „Soziales“ zusammenlegen

Aachen: Schwarz-Rot will „Wohnen“ und „Soziales“ zusammenlegen

Die beiden Verwaltungsfachbereiche „Wohnen“ und „Soziales und Integration“ sollen nach dem Willen der schwarz-roten Rathauskoalition zu einem neuen Fachbereich „Wohnen und Soziales“ zusammengeführt werden.

Dies teilen die beiden Fraktionsvorsitzenden Harald Baal (CDU) und Michael Servos (SPD) mit. Demnach soll die Stadtverwaltung alle „wohnraumrelevanten Aufgaben“ bei einem Ansprechpartner bündeln und damit mehr Einfluss „auf eine positive Wohnraumentwicklung in Aachen“ nehmen.

„Starke Wechselwirkung“

Nach Einschätzung von Baal haben die beiden bislang getrennten Fachbereiche in den letzten Jahren eine „starke Wechselwirkung“ entwickelt. „Das zeigt sich insbesondere bei Themen wie der Schaffung von bezahlbarem oder öffentlich gefördertem Wohnraum bzw. bei der Unterbringung von Flüchtlingen.“ Die Zusammenlegung der Fachbereiche Wohnen und Soziales soll dieses „politische Handlungsziel auf verwaltungsorganisatorischer Ebene“ flankieren, ergänzt Servos.

Neben der Wohnraumentwicklung soll der neue Fachbereich außerdem Aufgaben in den Bereichen „aktive Sozialpolitik“, „Integration in den Arbeitsmarkt“ und „Stadtteilentwicklung“ übernehmen. Die Bildung des neuen Fachbereichs soll Mitte 2015 abgeschlossen sein.

Kritisch sehen dies vor allem die Linken, die seit längerem vor der Auflösung des Wohnungsamts warnen. „Das wurde immer bestritten, jetzt wird das Wohnungsamt de facto doch aufgelöst“, meint Fraktionsgeschäftsführerin Ellen Begolli.

Personalmangel

Die Begründung für die Zusammenlegung lese sich zwar gut, sagt sie. In der Praxis ändere dies jedoch nichts daran, dass in den beiden Fachbereichen Personal fehlt. „Netzwerke alleine sind noch keine Lösung“, so Begolli.