Aachen: Schultheatertage mit einigen Kostproben offiziell eröffnet

Aachen: Schultheatertage mit einigen Kostproben offiziell eröffnet

„Schultheatertage, das heißt: viel Text auswendig lernen, viel Lampenfieber, aber auch ganz viel Spaß”, sagte eine Schülerin am Montag auf der Bühne, als die Schultheatertage 2012 der Städteregion offiziell eröffnet wurden.

Schüler, Eltern und interessierte Zuschauer hatten sich im Spiegelfoyer des Theaters eingefunden, um sich bei kleinen theatralischen Kostproben auf das Programm der kommenden Wochen einzustimmen.

1800 Kinder und Jugendliche zeigen von April bis Juli bei mehr als 50 Veranstaltungen auf 13 Bühnen, was sie für den Anlass vorbereitet haben. „Und der Einsatz aller Beteiligten ist groß”, meint Elke Kunst, Projektleiterin der Grundschulen. Das Ergebnis der kreativen Arbeit ist breit gefächert und reicht von Musicals über Tanzprojekte bis hin zu Zirkus und Improvisationstheater.

Im Spiegelfoyer zeigten schon die Kleinsten Ausschnitte dessen, was sie auf die Bühne bringen: Da wälzte sich die Prinzessin auf der Erbse schlaflos auf ihrer Matratze (Gemeinschaftsgrundschule Zweifall Stolberg) und Atomia, Oli, Natura und Elektro wetteiferten um die Gunst der Menschen und die Vorherrschaft bei der Energieversorgung der Erde (Gemeinschaftsgrundschule Breinig, Stolberg). Und das Aachener Inda-Gymnasium präsentierte einen Ausschnitt aus seinem Musiktheaterstück „Nach Woodstock”.

Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck beobachtete das Treiben in seinem Hause mit sichtlichem Vergnügen. „Die Schultheatertage sind inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden”, sagte er. Dass sich Kinder schon ganz früh mit Theater auseinandersetzen, findet er besonders wichtig. Der Umgang mit Rhythmus und Bewegung präge sie fürs Leben und schule sie für die interaktive Auseinandersetzung im späteren Leben. Keine Frage also, dass er das Theater gerne zur Verfügung stellt, um den jungen Menschen eine Bühne zu bieten.

Unterstützung von Profis

Unterstützt werden die nicht nur von ihren Lehrern, sondern auch von professionellen Theaterleuten aus der Region: Theaterpädagogen, Kostüm- und Bühnenbildner, Regisseure, Schauspieler und Tänzer stehen bereit, um ihr Wissen und Können in den Dienst der jungen Nachwuchskünstler zu stellen. Und die waren dann beim Auftakt der Schultheatertage dann auch mit Feuereifer bei der Sache.

„Durch die Begegnung von Schule und Theater wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Theater zu einem selbstverständlichen Teil der jugendlichen Lebenswelten wird”, heißt es in dem aktuellen Programmheft. Und laut Elke Kunst spielen die Theatertage an den Grundschulen längst eine enorm wichtige Rolle. „Und wenn dann alles glatt über die Bühne gegangen ist, atmen alle erleichtert auf”, sagt sie.

In der Kammer und in Brand geht es heute weiter

Die Schultheatertage starteten am Montag im Theater Aachen mit den Aufführungen „Die Ratten sind los” (KGS Kornelimünster), „Die Prinzessin auf der Erbse” (GGS Zweifall, Stolberg) und „Der gestiefelte Kater” (KGS Beeckstraße).

Am Dienstag geht das Programm weiter mit „Der Tag, an dem Michelle gekidnappt wurde” (Förderschule Beginenstraße) um 11 Uhr in der Kammer des Stadttheaters. Nach einer kurzen Pause zeigen Schüler der GGS am Höfling „Die Geschichte von der Königin, die nie satt wurde” für Kinder ab acht Jahren.

Im Theater Brand, Freunder Heideweg 3, ist um 11 Uhr „Neues aus dem Märchenwald” (GGS Brander Feld) für Kinder ab sechs zu sehen. Um 15 Uhr spielt die GGS Dietrich-Bonhoeffer aus Herzogenrath in der Kammer „Die Pantoffelpiraten”, auch geeignet für Kinder ab sechs.

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