Burtscheid: Schützenkönig will mit alten Traditionen neue Wege gehen

Burtscheid : Schützenkönig will mit alten Traditionen neue Wege gehen

Auf ein erfolgreiches Schützenfest blickt die St. Johannes-Schützenbruderschaft Burtscheid zurück. Das Festwochenende begannen die Armbrustschützen traditionell mit dem Wettbewerb um den Titel des Ehrenkönigs.

Den entscheidenden Treffer konnte hierbei Patrick Albinus, Mitglied der befreundeten St. Josef-Bogenschützen-Bruderschaft Forst, mit dem 31. Treffer landen.

Den Höhepunkt aber bildete der Wettkampf um die Majestätenwürden. Wie man den Prinzenvogel mit einer ruhigen Hand und einer hohen Treffsicherheit von der Stange holt, bewies der 18-jährige Philip Hauke bereits zum zweiten Mal in Folge und konnte sich somit gegen seine vier Konkurrenten, darunter auch seine Freundin Kiara Kaever, durchsetzen. „Für mich steht ein fairer Wettkampf im Vordergrund. Ich hätte den Titel jedem meiner Mitschützen gegönnt“, erklärte der Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker und wird auch mit dieser Einstellung am ersten Septemberwochenende beim Bundesschützenfest antreten.

Im Anschluss zielten acht Schützenbrüder mit einer Hocharmbrust in 28 Meter Höhe auf einen deutlich massiveren Holzvogel. Allerdings dauerte es einige Stunden, bis es Walter Formanns mit dem 73. Treffer schaffte, das Holztier zu erlegen. Große Jubelstürme brachen auf dem Schießstand Jägersruh aus. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch seine Gattin Christine. „Das war sehr überraschend! Nun muss ich mich beeilen: Ich habe nur knapp 30 Minuten, um nach Hause zu fahren und mich für unseren Schützenball zu stylen“, sagte Königin Christine und fügte hinzu: „Dennoch sei so viel schon verraten, dass wir in naher Zukunft ein Gefolge aus Freunden zusammenstellen. Damit werden wir bei größeren Festivitäten wie dem Bundesschützenfest ein besonderes Bild abgeben.“

„In erster Linie Schützenkönig“

Der neue Schützenkönig ist erst seit drei Jahren Mitglied der St. Johannes-Schützen. Zuvor konnte er in den Jahren 1994, 2005 und 2014 die Majestätenwürde bei der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft in Hitfeld erlangen. „Für mich als neues Mitglied besteht nun die Chance, mich einzubringen, neue Wege zu beschreiten und alte Traditionen aufleben zu lassen. So möchte ich beispielsweise das Frühstück zum Schützenfest wieder ins Leben rufen“, sagte Formanns.

Doch eine Frage stellen sich nach dieser Nachricht sicherlich einige Schützen: Lässt sich das Amt des Schützenkönigs mit der Funktion des ersten Brudermeisters des Landesverbandes vereinen? Für Formanns ist das kein Problem: „In erster Linie bin ich Schützenkönig der St. Johannes-Bogenschützen. Dann folgt der Landesverband, denn bei den Schützenbällen bin ich auch weiterhin zugegen und werde die entsprechenden Auszeichnungen vornehmen.“ Einfach nur Schützenkönig war er noch am selben Abend, als er Festzelt zu den Klängen der Liveband „Do Revival“ seinen Schützenball ausgiebig feierte.

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