Aachen: Schützenball: Großer Bahnhof für die Majestäten

Aachen : Schützenball: Großer Bahnhof für die Majestäten

Zum vierten gemeinsamen Schützenball haben am Wochenende die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft von 1949, die Burtscheider St.-Sebastianus-Bogenschützen-Gilde von 1882 und die Tellschützen-Gesellschaft von 1819 in den Kurpark-Terrassen geladen.

Im Mittelpunkt standen dabei natürlich die Majestäten der drei Gesellschaften, denen in den ausverkauften Kurpark-Terrassen ein großer Bahnhof bereitet wurde.

Guido Meis sieht zuversichtlich in die Schützen-Zukunft. Die Entscheidung, in Burtscheid gemeinsam zu feiern, war in seinen Augen richtig. Foto: Günther Sander

Gilde-Vorsitzender Hubert Windmüller hieß die Festgäste willkommen, um dann die Majestäten seines Vereins vorzustellen. Allen voran das Königspaar Wolfgang und Monika Frauenrath, Patrick Carls als Prinz mit Prinzessin Sophia und das Bürgerkönigspaar Markus und Kathrin Vootz. Der erste Brudermeister der St.-Hubertus-Schützen, Joseph Zinken, folgte mit seinen Würdenträgern: das Königspaar André und Gaby Klos, Prinz Pascal Sandlöbes, der gerade erst von der Jugend zu den Schützen gewechselt war und gleich den Prinzentitel gewann. Sieger der Jahreswanderkette ist in diesem Jahr Yannik Kuhnen.

Er bekam die zweithöchste Auszeichnung, die man bei den Hubertus-Schützen erringen kann, ausgehändigt. Für die Tellschützen übernahm der erste Vorsitzende Wilfried Sauer die Vorstellung seiner Majestäten: Mark und Denise Engelen als Königspaar, Prinz Fabian Wenders und das Ehrenkönigspaar Peter und Annika Müller. Es folgten Blumen für die Damen und der Ehrenwalzer der Majestätenpaare.

Olaf Grothe führte anschließend durch das bunte Programm. Garanten dafür waren Klaus und Willi, Legata’s Lederhosen Power, die Mundartband „Echte Fründe“, Duveljong Artur Nolden sowie der TSV Aix la Chapelle.

„Vor vier Jahren kam die Idee zum gemeinsamen Schützenball der drei Burtscheider Vereine. Man hatte zukunftsorientiert erkannt, dass eine größere Veranstaltung sinnvoller sei, als drei kleine Feste, die nur vor sich hin dümpeln“, sagte „Gilde“-Geschäftsführer Guido Meis. „Eine gute Entscheidung“, fügte er hinzu, denn es habe sich gezeigt, dass die Resonanz groß war. „Die Veranstaltung in diesem Jahr war binnen einer Woche restlos ausverkauft.“ 483 Personen passen in den Saal der Kurpark-Terrassen. „Wir hätten wesentlich mehr Karten verkaufen können“, sagte Meis. Alle drei Vereine organisieren den Schützenball gemeinsam. „Es ist ein schönes Fest nicht nur für alle Mitglieder, sondern für die Burtscheider Bürger allgemein.“

Die Zukunft der drei Gesellschaften sieht Guido Meis positiv. Viele spannende Punkte kämen auf sie zu. „Die Tellen feiern 2019 ihr 200-jähriges Bestehen.“ Meis erinnerte an das Bauvorhaben einer Multifunktionshalle auf dem Sportplatz an der Robert-Schuman-Straße, das der Tennis-Klub Blau-Weiß Aachen angestrengt hatte. „Die wäre für solch ein großes Fest genau richtig“, meinte Guido Meis. Ob sie bis dahin allerdings tatsächlich umgesetzt werden kann, ist derzeit offen. Das Bebauungsplanverfahren läuft, ebenso wie das für den vom TK Blau-Weiss ebenfalls ins Auge gefassten Alternativstandort am Kornelimünsterweg.

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