Aachen: Schüler vom Pius und aus Ningbo setzen sich für Klimawandel ein

Aachen : Schüler vom Pius und aus Ningbo setzen sich für Klimawandel ein

Was haben das Braunkohlekraftwerk Weisweiler, ein Bio-Bauernhof und das Forschungszentrum Jülich gemeinsam? Die auf den ersten Blick gegensätzlichen Orte vereint ihr Bezug zu Umweltthemen, weswegen sie von deutschen und chinesischen Schülern im Rahmen einer Projektarbeit besucht wurden.

Das Bischöfliche Pius-Gymnasium und die Ningbo Foreign Affairs School zählen zu sechs deutsch-chinesischen Schulpartnerschaften, die 2014/2015 für das Projekt „Klima-Macher! International“ ausgewählt wurden. Das Projekt der Stiftung Mercator, des AFS Interkulturelle Begegnungen und des Pekinger Goethe-Instituts bietet je zehn Schülern jeder Schule die Möglichkeit, an einem klimabezogenen Schüleraustausch teilzunehmen. Die beste Projektarbeit wird mit der „Klima-Macher! International-Plakette“ ausgezeichnet.

Unter dem diesjährigen Motto „Verlieren wir den Boden unter den Füßen? — Boden als schützenswerte Ressource im Klimawandel“ arbeiten die Schüler und Lehrer seit November des vergangenen Jahres in Aachen und Ningbo an dem Projekt. Im März besuchte die chinesische Gruppe das Pius-Gymnasium, um die bisherigen Ergebnisse zusammenzuführen.

Passend zum „Internationalen Jahr des Bodens“ haben die Schüler jeweils drei Teilthemen ausgewählt, die sie in ihrer Projektarbeit behandeln. Die deutschen Themen lauten Energiegewinnung durch Braunkohle, Mobilität durch Biokraftstoffe sowie Fleischkonsum, während die chinesischen Äquivalente sich mit Industrieemissionen, Elektroautos im Straßenverkehr und Landwirtschaft befassen

All diese Themen stehen in Verbindung mit Bodenverlusten, was am Beispiel der Mobilität verdeutlicht werden soll. Die Schüler haben recherchiert, dass 88 Prozent der deutschen Fläche notwendig seien, um im Jahr 2020 den Bedarf an Energiepflanzen für den Biosprit in Europa zu decken. Auch der Dürener Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer (Grüne), mit dem die Schüler angeregt diskutierten, hält daher die alternativen Elektrofahrzeuge, die in China bereits stark genutzt werden, für die bessere Alternative.

Gegenbesuch im Juni

Im kommenden Juni werden die Pius-Schüler für zwei Wochen ihre Austauschpartner in Ningbo besuchen, um das Projekt gemeinsam fertigzustellen. Durch Informationsfaltblätter, eine kurze Film-Reportage und eine Ausstellung mit Berichten und Fotos soll das Projekt abgeschlossen werden.

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