Aachen: Schüler nehmen das Klima in die Hand

Aachen: Schüler nehmen das Klima in die Hand

Auf spielerische und kreative Weise werden sich 150 Schüler des Couven-Gymnasiums und der Hautschule Aretzstraße mit dem Thema Klimawandel befassen. Bei einem Klimaparcours bekommen sie am Dienstag Gelegenheit, entsprechende Einrichtungen kennenzulernen, die alle ihren ganz eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Wir wollen die jungen Menschen ermutigen, mit solchen Organisationen in Kontakt zu treten. Sie sollen sich selbst als bewusste Bürger, Konsumenten und künftige Arbeitnehmer in einer lokalen, aber zugleich auch globalen Gemeinschaft verstehen”, erklärt Koordinatorin Mona Pursey vom Eine-Welt-Forum die Ziele des Projekts.

Vorbereiten auf den Erlebnisparcours können sich die Schüler mit einem Handbuch unter dem Titel „Heiße Zeiten - Nimm das Klima in die Hand”. Hier stellen die teilnehmenden Einrichtungen ihre Arbeit vor. Der Klimaparcours umfasst acht Stationen, die die Schüler in kleinen Gruppen durchlaufen. Mit dabei ist beispielsweise die Schülerinitiative H2works. Sie wird im SuperC Energiesysteme vorstellen. Der Aachener Weltladen stellt Recycling-Projekte auf den Philippinen und in Vietnam vor. Und die Jugend-Aktions-Gruppe von Greenpeace stellt das Thema „Fleisch” in den Mittelpunkt und versucht zu zeigen, dass es auch ohne geht.

Gemeinsam mit Mona Pursey freut sich Bürgermeisterin Hilde Scheidt über die rege Resonanz. „Wir sollten viel öfter junge Leute einladen und ihnen zuhören”, meint Scheidt. Aachen sei eine klimaschutzfreundliche Stadt. Dafür gebe es eine Reihe von Beispielen wie Photovoltaikanlagen und Windräder. Interessant zu wissen sei aber, wie die jungen Leute Aachen und den Klimaschutz beurteilten. Den Klimaparcours für Schüler wünscht sie sich als Dauereinrichtung.

Dr. Rita Darboven von der Bildungsagentur KreaScientia, die das Bildungskonzept zum Klimaparcours „Klima lokal - global” erarbeitet hat, findet den Parcours deshalb so spannend, weil er eine interaktive Herangehensweise an das Thema erlaubt. „Interaktiv lernen, und nicht aus Schulbüchern”, laute die Devise.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 25. November im Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße.

Offiziell eröffnet wird sie hier am Mittwoch, 11. November. Dann informiert der Veranstalter „Europe direct” Aachen auch über die wissenschaftliche und politische Perspektive auf den UN-Klimagipfel.

Zu Wort kommen Dr. Kai Born vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Uni Köln und Dr. Ralf Hell aus Köln, Mitglied im Rednerteam „Team Europe” der Europäischen Kommission. Los geht´s um 19 Uhr im Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße, Raum 170.