Aachen: Schüler markieren die Hundehaufen mit Schildern

Aachen: Schüler markieren die Hundehaufen mit Schildern

Am Samstag, 24. März, werden sich Schulen, Vereine und Privatpersonen an der Aufräumaktion beteiligen, zu der Oberbürgermeister Marcel Philipp die Bürger aufgerufen hat.

Aber schon Freitagvormittag machten die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Eilendorf mit einer eigenwilligen Aktion auf sich aufmerksam. Sie schauten sich im direkten Umfeld der Schule um und entdeckten jede Menge Hundehaufen im sogenannten Straßenbegleitgrün. „Da treten häufig Grundschüler rein, was alles andere als schön ist und sogar gesundheitlich gefährden kann”, ärgert sich Schulleiter Klaus-Reiner Börger.

Also wurden flugs 20 gelbe Schilder mit der knatschroten Aufschrift „Hundehaufen” hergestellt. Die 20 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse, alle zwischen 12 und 13 Jahre alt, marschierten zu den Fundstellen und stellten an jedem Haufen ein Schild auf.

„Was geht in den Menschen vor, die ihre Hunde ausgerechnet vor der Schule ihr Geschäft verrichten lassen”, fragen sich Lehrer und Schüler. Schulleiter Börger ärgert sich, dass das Verursacherprinzip nicht mehr greift. „Die einen verschmutzen und vermüllen, die anderen säubern aus sozialer Verantwortung öffentliche Bereiche.” Soziale Verantwortung wäre aber auch, so Börger, wenn die Bürger hinsähen, andere, die die Umwelt verschmutzen, ansprechen würden und dabei auch einen Konflikt annähmen.

Für die Schüler ist klar, dass ihre Aktion „richtig gut war”. Jetzt würden die Hundebesitzer die Schilder sehen und seien dadurch gewarnt, ihren Hund dort sein Geschäft verrichten zu lassen. „Und sie sehen, wie viele Hundehaufen dort liegen”, so ein Schüler. Andere schimpften über die Hundehalter: „Die sind doch asozial und haben keinen Respekt vor der Schule. Was wäre denn daran so schlimm, den Kot direkt wegzunehmen?”

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