School&Fun-Ticket: Schreiben der Aseag verunsichert Eltern

School&Fun-Ticket : Verwirrung ums Ticket kurz vor den Ferien

Verlängert oder nicht? Das war für manche Familien in Aachen kurz vor den großen Ferien die Frage. Ein Schreiben der Aseag zum School&Fun-Ticket hatte für Verwirrung gesorgt.

Für die Familie aus Aachen kam der kleine Schreck in der letzten Schulwoche: Von der Aseag flatterte ein Schreiben ins Haus, betreffend das School&Fun-Ticket. Leider habe man „von dem für Sie zuständigen Schulträger bisher keine Meldung zur Verlängerung für das Schuljahr 2019/2020 erhalten“, hieß es. Falls man auch fürs nächste Schuljahr wieder eine solche Fahrkarte wolle, möge man sich bitte an den zuständigen Schulträger wenden. Ansonsten verliere die Chipkarte am 31. Juli ihre Gültigkeit. Das war am Dienstag, drei Tage vor dem letzten Schultag.

Auch andere Familien haben so ein Schreiben von der Aseag bekommen. An der Schule, in diesem Fall der Viktoriaschule, führte das in den Tagen darauf zu einer wahren Flut von Anrufen verunsicherter Eltern. 60 bis 70 Anrufe und E-Mails seien allein in dieser Angelegenheit kurz vor den Ferien eingegangen, hieß es. Die Aufregung war so groß, dass man die Familien sogar über den Facebook-Auftritt der Schule zu beruhigen versuchte. An dem evangelischen Gymnasium ist man sich nämlich keiner Schuld bewusst. Alle Anträge seien schon längst an das Verkehrsunternehmen weitergereicht worden.

Betroffen sind von der allgemeinen Verunsicherung jene Schüler, für die der Schulträger einen Teil der Fahrtkosten zur Schule übernimmt. Ihre Anträge auf Verlängerung des School&Fun-Tickets laufen in der Regel über die Schulen. Familien, die die vollen Kosten tragen, müssen sich dagegen ohnehin selbst um das Schüler-Ticket und dessen Verlängerung kümmern.

Ohne Verlängerung wird schwarz gefahren

„Mit den Briefen erinnern wir unsere Kunden vor den Ferien daran, ihr School&Fun-Ticket zu verlängern, wenn sie es im nächsten Schuljahr brauchen“, erklärt Aseag-Sprecher Paul Heesel dazu auf Anfrage. „Verlängern sie ihr Ticket nämlich nicht rechtzeitig, fahren sie ab 1. August schwarz.“ In der Tat aber seien die Schreiben an die Kunden versandt worden, bevor bei der Aseag alle vorliegenden Anträge ins System übertragen waren, so Heesel. „Daher sind auch Kunden angeschrieben worden, die ihren Antrag schon gestellt hatten.“

Im nächsten Jahr will sich die Aseag nach eigenen Angaben klarer ausdrücken: „Wir hätten sicherlich deutlicher darauf hinweisen können, dass das Schreiben gegenstandslos ist, wenn man schon einen Antrag gestellt hat. Das werden wir nächstes Jahr besser machen, damit keine Verwirrung entsteht“, betont Heesel. Er versichert: „Wer seinen Antrag längst gestellt hat, braucht jetzt nichts mehr zu unternehmen. Alle diese Anträge werden rechtzeitig zum 1. August bearbeitet sein.“

Als Service für die Kunden hat die Aseag neuerdings auch einen Online-Check im Angebot. Übers Internet können die Kunden prüfen, ob der Antrag für das neue Ticket bearbeitet ist. Auf diese Weise hat auch die betroffene Familie herausgefunden, dass sie den Brief der Aseag ignorieren und beruhigt in den Urlaub fahren können. Das School&Fun-Ticket ist nämlich schon verlängert. Das ergab der Online-Check.

(mg)
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