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Aachen: Schon in den Kitas soll der Forscherdrang geweckt werden

Aachen : Schon in den Kitas soll der Forscherdrang geweckt werden

Immer wieder geht es um Bewegung bei den kleinen Experimenten, zu denen Anja Wätjen die Jungen und Mädchen der RWTH-Kita „Zauberschloss“ an der Bergischen Gasse einlädt. Und die kleinen Forscher sind mit Feuereifer bei der Sache. Was geschieht, wenn man eine Kerze hinter eine Wasserflasche stellt und dann von vorne pustet? Geht die Kerze aus?

Die Kinder probieren es selber aus und siehe da: Die Kerze lässt sich tatsächlich auspusten, obwohl die Flasche doch eigentlich im Weg steht. In ihren Forscherheften halten die Kinder die Ergebnisse der kleinen Experimente fest.

Das Schülerlabor „JuLab“ im Forschungszentrum Jülich und das „Büro für Chancengleichheit“ haben ein Konzept entwickelt, um Kinder schon ganz früh für die Naturwissenschaften zu begeistern. Anja Wätjen ist Mitarbeiterin des Forschungszentrums und bekommt an diesem Tag die Chance, im Kindergarten ihrer Tochter mit den Kindern zu forschen. Ebenso wie sie nutzen diese Chance rund 100 weitere Mitarbeiter des Forschungszentrums.

Sie ergreifen als Eltern die Initiative und sprechen das Projekt in den Kindergärten an. Dort bekommen die Jungen und Mädchen dann die Chance, in kindgerechten Experimenten unter anderem das Thema „Luft“ zu erforschen.

Wind und Puste

„Luft ist nicht nichts“, sagt Anja Wätjen und lässt die Kinder leichte Federn und Tücher von den Tischen pusten. Dass sich auch die Blätter eines Baumes nicht von ganz alleine bewegen, das ist den kleinen Forschern längst klar. „Das macht der Wind“, sagt ein Junge. Mit blauen Legosteinen symbolisiert Wätjen später den Sauerstoffgehalt der Luft.

Sie erzählt den Kindern von den Astronauten und den mit Sauerstoff gefüllten Flaschen, die sie brauchen, um atmen zu können. Das Forschungszentrum Jülich will auf diese Weise bei vier- bis sechsjährigen Kindern die Neugier und Freude an Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik wecken. In der Kita „Zauberschloss“ funktioniert das sehr gut.

Laut Forschungszentrum ist eine naturwissenschaftlich-mathematisch-technische Grundbildung wichtig, um viele Fragestellungen unserer Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zu verstehen und zu gestalten. Und mit kleinen Fragen fangen die kleinen Forscher im „Zauberschloss“ an. Als Höhepunkt gibt es laut Anja Wätjen später noch die „fahrstuhlfahrende Kerze“.

Der Tag der kleinen Forscher ist eine bundesweite Aktion der Stiftung „Haus der Forscher“ und findet immer im Juni statt. In diesem Jahr ist das Thema „Bewegung“. Dabei soll nicht nur erforscht werden, was sich wie bewegt, sondern auch, was uns bewegt und was wir gemeinsam bewegen können.