Aachen: Schöne Bronze für besonderen Einsatz

Aachen: Schöne Bronze für besonderen Einsatz

In etwa so groß wie eine Handinnenfläche und bronzefarben schimmernd liegt der Rheinlandtaler auf dem Schreibtisch im Werkmeistergericht des Rathauses. Er wartet darauf, überreicht zu werden. Und zwar an Hans-Dieter Collinet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur- und Landespflege im Rheinland zu fördern und zu verbessern.

Zu seinen Projekten gehört zum Beispiel die Grube Anna in Alsdorf, auf deren Gelände ein Zentrum für Bergbaugeschichte namens „Energeticon” entstehen soll.

Oder die Sanierung der zwei alten Stadtkerne Stolbergs, durch die es erst ermöglicht wurde, Oberstolberg in das Landesprogramm „50 Historische Stadtkerne NRW” aufzunehmen. Und nicht zu vergessen -Êim Zeitraum bis 1986 hat Collinet das neue Denkmalschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen umzusetzen gewusst und über 500 Baudenkmäler unter Schutz gestellt. Kein Wunder also, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) diese Dienste würdigen möchte.

Nach der Begrüßung durch OB Marcel Philipp spricht die stellvertretende Vorsitzende des LVR, Jutta Eckenbach, eine Laudatio. Viele Leute sind gekommen: Mitglieder des LVR, Familie, Freunde, Arbeitskollegen Collinets. Das merkt Eckenbach an: „Allein die Anwesenheit der vielen Menschen hier zeigt diese Ehrung”.

Sie ist diejenige, die Collinet den Rheinlandtaler überreichen darf. Auch Helmut Etschenberg, Städteregionsrat der Stadt Aachen, ist Collinet zu Dank verpflichtet. „Er ist, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Streiter für das Energeticon. Und ich habe ihm nur ein kleines Wörtchen zu sagen, nämlich âDankeÔ.” Collinet aber bleibt trotz des hohen Lobs bescheiden. „Wenn ich zurückblicke, dann mache ich meinen Weg an vielen verschiedenen Menschen fest, denen ich viel zu verdanken habe.”

Auf dem Rheinlandtaler befindet sich übrigens das geprägte Gesicht der Medusa, einer griechischen Mythengestalt. Sie soll den Träger vor Unheil schützen -ÊEtschenberg aber betont, „wie oft Sie, Herr Collinet, Aachen vor Unheil bewahrt haben.”

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