Aachen: Schnelle Besserung im Bürgerservice ist nicht zu erwarten

Aachen: Schnelle Besserung im Bürgerservice ist nicht zu erwarten

Der Bürgerservice bleibt bis auf weiteres eine echte Schwachstelle der Verwaltung — sehr zum Ärger vieler Bürger, die weiterhin lange Wartezeiten hinnehmen müssen.

Sehr zum Ärger aber auch der gestressten Beschäftigten, die erheblichen Unmut abfangen müssen. Was ist da schiefgelaufen? Dieser Frage sind am Mittwoch die Politiker im Personal- und Verwaltungsausschuss nachgegangen.

Insbesondere der Verwaltungsspitze werfen die Politiker einhellig mehr oder minder schwere Versäumnisse vor. Denn augenscheinlich hat sie bis heute nicht ergründen können, warum es überhaupt zu dem schwerwiegenden Personalmangel kommen konnte, der die enormen Einschränkungen im Bürgerservice nach sich gezogen hat.

Auswirkungen hatte dies insbesondere auf die Servicestelle im Verwaltungsgebäude Katschhof, die tagelang gleich ganz geschlossen blieb. Umso größer lastete der Druck auf den verbliebenen Mitarbeitern, die im Bürgerservice am Hauptbahnhof ihren Dienst taten.

Der hohe Krankenstand und die Wiederbesetzungssperre sind offenbar nur unzureichende Erklärungen für den Personalnotstand. Immer schwerer ist es in den letzten Jahren geworden, überhaupt noch Bewerber für den einst gefragten Job zu finden. Es gibt eine große Unzufriedenheit, konstatieren die Politiker. Sie warten noch auf Antworten, warum das so ist und wie gegengesteuert werden kann.

Eine erste Maßnahme haben sie allerdings sogleich vorangetrieben: Die Bürgerservice-Räume am Hauptbahnhof sollen nunmehr schnell und zügig umgebaut werden. Noch Anfang des Jahres haben CDU, Grüne und FDP das Projekt vor sich hergeschoben, nun kann es gar nicht mehr schnell genug gehen. Knapp 800.000 Euro sind für die Sanierung veranschlagt.

Unter anderem soll das aus Sicht der Politiker nur schwach genutzte Bistro dem Bürgerservice zugeschlagen werden, der dadurch deutlich großzügigere Räume erhält. An der Personalsituation ändert das so schnell jedoch noch nichts. Die Bewerbungsverfahren laufen, die Verhältnisse im Bürgerservice werden sich jedoch frühestens ab Sommer zum Positiven verändern, hieß es am Mittwoch.

(gei)
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