Aachen: Schlagersause begeistert 27.500 Fans

Aachen: Schlagersause begeistert 27.500 Fans

Olé, olé - Mit der Aachener Ausgabe des gleichnamigen Festivals erlebte Aachen am Wochenende einen Party-Marathon sondergleichen Vor rund 27.500 fröhlich feiernden Menschen ging „Aachen Olé” am Samstag über die Bühne - und das bei absolutem Traumwetter.

Kein Wölkchen fand sich am Himmel, als Andreas Lawo den zehnstündigen Reigen der insgesamt 14 Sänger und Bands um Punkt 13 Uhr eröffnete. Regelrechte Mallorca-Atmosphäre breitete sich in der Soers aus. Wo sonst Pferde und Reiter den Ton auf dem CHIO-Gelände angeben, beherrschte eine riesige Rundbogenbühne das Bild.

Entlang der Partymeile bot sich eine vielseitige Gastronomie, dabei boten die großen Freiflächen Platz genug für die Feiernden. In einem Biergarten mit hunderten Plätzen konnte man sich zwischendurch auch mal ausruhen und das Bühnengeschehen über eine Leinwand verfolgen.

Schon gegen Mittag hatten sich die Fans aus allen Richtungen in die Soers aufgemacht. Am Hauptbahnhof konnte man viele junge Leute mit Hawai-Blümchenketten und bunten Mallorca-T-Shirts sehen. Auch vom Bushof aus pendelten die Shuttle-Busse der Aseag zum 41 000 Quadratmeter großen Gelände in der Soers, das der Veranstalter Pro Event vom Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) angemietet hatte. Verstärkerfahrten sorgten bis nach Ende der Veranstaltung für eine bequeme An- und Abreise für die Besucher aus der Städteregion.

Für Aachen ist die Schlager-Sause das größte Musikfestival seit 42 Jahren. Als damals im Reitstadion 1970 bei dem legendären Popfestival Pink Floyd und Deep Purple rund 30 000 Fans begeisterten, war auch Renate Daum aus Eschweiler dabei. Die 73-Jährige ist großer Schlagerfan, besucht zweimal im Jahr den Ballermann, um dort der Musik von Stars wie Jürgen Drews oder Nino de Angelo zu lauschen und das typische Mallorca-Lebensgefühl aufzunehmen. „Heute passt einfach alles und sogar die Temperaturen sind wie am Ballermann”, freute sie sich. Auch Ralf Feurer, der mit Ehefrau Heike und einem befreundeten Paar an vorderster Front im VIP-Bereich Party machte, war begeistert: „Als echter Öcher freue ich mich, dass wir in Aachen so eine Sause feiern können.”

Ein echtes Heimspiel war der Auftritt für Norman Langen: Der Geilenkirchener Sänger, bekannt auch aus Deutschland sucht den Superstar (DSDS), war begeistert über seinen bis dato allergrößten Auftritt in Aachen - vor einer solch gigantischen Kulisse hat er in seiner Heimat noch nie gesungen.

Und noch einen Lokalmatador gab es: De Räuber traten mit dem Herzogenrather Musiker Torben Klein auf, der auch aus dem Karnevalsverein KG Horbacher Freunde bekannt ist. Anna-Maria Zimmermann, Tim Toupet, Brings, Olaf Henning, Matthias Reim, Cascada, Herme House Band und Michael Wendler servierten einen stimmungsvollen Mix von Ballermann bis Karneval. Jung und Alt standen dicht gedrängt vor der Bühne oder machten es sich auf der großen Wiese des Fahrstadions bequem. Rund 1000 Mitarbeiter, ausreichend Imbissbuden, mehr als 1000 Toiletten und 75 000 Liter Bier waren die Parameter für die Zufriedenheit aller Gäste.

„Im Vorfeld hatten wir mit vielen Fragen und Problemen zu kämpfen, um Lärmschutzgutachten, Sicherheits-, Brandschutz- und Verkehrskonzepte abzusegnen und die Nutzungsänderung als Versammlungsstätte zu beantragen”, erklärte der Initiator der Olé-Partyreihe, Pro-Event-Geschäftsführer Markus Krampe. Der langjährige Manager von Michael Wendler plant nach dem Premierenerfolg bereits für 2013: „Am 20. Juli geht es mit dem König von Mallorca Jürgen Drews, Mickie Krause, DJ Ötzi und Shaggy wieder rund.” Dann wollen auch die Feurers wieder mit dabei sein.

Um den Anwohnern rund um das Festivalgelände entsprechend des Lärmschutzkonzeptes gerecht zu werden, war um Punkt 23 Uhr Schluss mit Schlager.

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