Aachen: Schafherde legt Bahnverkehr lahm

Aachen: Schafherde legt Bahnverkehr lahm

Kuriose Rettungsaktion in Aachen: Eine Schafherde hat am Donnerstagmorgen am Bahnhof Aachen-West für mehrere Zugverspätungen gesorgt. Bahnmitarbeiter sowie Einsatzkräfte der Polizei mussten tatkräftig eingreifen, um die Tiere von den Gleisen zurückzutreiben.

Gegen 10\.15 Uhr traf eine erste Streife der Bundespolizei vor Ort ein, wo bereits Bahnmitarbeiter begannen, die Schafe in Richtung der Süsterau zu treiben. Mit Hilfe eines Streifenwagens blockierten die Polizisten die Straße und es gelang, die Herde mit 26 Schafen auf eine Wiese in der Nähe des Pariser Rings zu treiben. Mit einem zweiten Streifenwagen wurde die Wiese so abgeriegelt, dass die Tiere nicht mehr flüchten konnten.

Über das Veterinäramt konnten auch die Besitzer der Herde ermittelt und verständigt werden. Die beiden Schäfer brachten mit Unterstützung der Bundespolizei die Schafe wieder auf ihre angestammte Wiese zurück. Dazu musste der Pariser Ring und die Süsterfeldstraße für fünf Minuten gesperrt werden. Von 10 Uhr bis zum Ende der Rettungsaktion um 10\.30 Uhr war auch die Bahnstrecke gesperrt. Daher kam es bei drei Zügen in diesem Zeitraum zu Verspätungen von je rund 15 Minuten.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Pariser Rings fanden die Einsatzkräfte derweil den Grund für die Flucht der Tiere: An der Weidefläche war ein Teil des Elektrozauns niedergerissen. Die Herde ist mutmaßlich durch diese Lücke geflüchtet - und auf der Bahnstrecke gelandet. Verletzt wurden die Tiere nicht. Die Polizei ermittelt nun, wieso der Elektrozaun der Weide niedergerissen war.

(red/pol)
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