Aachen: Saalbau Rothe Erde: In der Hölle wird wieder gerockt

Aachen: Saalbau Rothe Erde: In der Hölle wird wieder gerockt

Herbert Sendens Schlüsselloch-Rocknacht im Saalbau Rothe Erde ist einfach Kult: Seit 29 Jahren mischt der Kneipeninhaber vom Boxgraben die Musikszene auf, veranstaltet nicht nur in seinem eigenen Laden regelmäßig Konzerte, sondern auch in der für ihre Atmosphäre und Stimmung bekannten Kappertz-Hölle.

1985 initiierte Senden mit Peter Kappertz die erste Rocknacht, für die er in seiner Kneipe die Bands „castet“ und jene einlädt, die den Live-Test bestanden haben.

Die Eisbrecher sind am Donnerstag, 2. Oktober, ab 20 Uhr die jungen Musiker der „The Dirty Minds“: Die Gruppe aus dem Nordkreis von Aachen hat sich im November 2013 gegründet. „Wir haben verschiedene Einflüsse, spielen hauptsächlich Rock‘n‘Roll und Hard Rock“, fasst Christian Molls zusammen. Neben ihm gehören noch André Dumont, Niklas Dammers und Helge Liepertz zur band.

Große Vorfreude

Zwölf größere Konzerte haben die Vier bereits gespielt — und sie haben sich beim bundesweiten Musik-Contest „Toys2Masters“ bis ins Halbfinale vorgekämpft. „Es ist spannend, an solchen Abenden Kontakte zu knüpfen. Herbert Senden haben wir kennengelernt, als wir im Schlüsselloch Vorband für eine spanische Gruppe waren. Und nun sind wir bei der Rocknacht dabei“, freuen sich die vier Musiker.

„Katortz“, das sind Karsten Nordhausen (KA), Toschi Trebes (TO) und Stefan Schwartz (RTZ), in der Aachener Szene bekannt seit 2009. Sie sind für Senden alte Bekannte, haben schon öfters im Schlüsselloch gespielt.

„Ich würde uns als druckvolles Powertrio beschreiben, das sich musikalisch zwischen alternativem und psychedelischem Rock bewegt“, sagt Nordhausen. Nur Eigenkompositionen spielen Katortz, die aus Aachen kommen und im vergangenen Jahr ihre zweite Platte „Geht‘s jetzt los?“ aufgenommen haben.

„Wir spielen eine Mischung aus unseren beiden Alben“, erklärt Bassist und Sänger Nordhausen. Die deutschen Texte haben Tiefgang. Stefan Schwartz singt und spielt Schlagzeug, Toschi Trebes singt ebenfalls und ist der Fachmann für die Gitarren.

„Für mich ist unser Auftritt in der Schlüsselloch-Rocknacht wie ein Ritterschlag, denn ich weiß, wie wichtig Herbert Senden die Auswahl der teilnehmenden Bands ist“, freut sich Nordhausen.

Die Dritten im Bunde sind die Hardrocker von „Grey Attack“: Grey Charlez (Gesang/Gitarre), Frank Le Gov (Bass), Wulff H. Mahn (Gitarre) und J.F.K. (Schlagzeug) haben vor kurzem ihre erste CD „Grey Attack“ erfolgreich vor 200 Leuten im Musikbunker präsentiert und hatten ein vielbeachtetes Konzert am Starttag des diesjährigen September Specials.

Als „Amazin Grey Grunge“ bezeichnet Grey Charlez die Musikrichtung, man könnte auch „modern geprägter, facettenreicher Hard‘n‘Heavy“ dazu sagen. Die Musiker arbeiten mit Produzent Frank Stumvoll zusammen, planen für 2015 eine Tour durch Deutschland. „Wir verfügen alle über reichlich Erfahrung mit CD-Produktionen und auf der Bühne, auch im Ausland“, erzählt Grey Charlez.

Der Einlass beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet zehn Euro.

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