Aachen: RWTH-Hörsaalzentrum C.A.R.L.: Noch im Oktober in den Probebetrieb

Aachen: RWTH-Hörsaalzentrum C.A.R.L.: Noch im Oktober in den Probebetrieb

Für C.A.R.L. geht es jetzt bald richtig los. Das neue Hörsaalzentrum der RWTH an der Claßenstraße wird in Betrieb genommen — zumindest in den Probebetrieb. In einem der größten Hörsaalzentren Europas stehen dann Lehren und Lernen auf dem Plan. Bisher sind in dem 14.000 Quadratmeter großen Bau noch die Leute unterwegs, die es geplant und gebaut haben.

„Schon seit einiger Zeit läuft die Abnahme des Gebäudes“, erläutert Bernd Klass, Pressesprecher des Bauherrn, des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW. Bei einem derartigen Trumm von Gebäude ist auch die Abnahme nicht von heute auf morgen erledigt. Brandschutz, Sicherheit, technische Anlagen und noch viel mehr stehen jetzt auf dem Prüfstand.

„Danach weist die RWTH ihr Personal ein“, erläutert Klass, „die Leute müssen schließlich mit der Technik umgehen.“ Der BLB-Sprecher geht aber davon aus, dass das Gebäude noch im Oktober an die Hochschule als künftigen Nutzer übergeben werden kann. Bis dahin ist es noch gut eine Woche.

Elf Hörsäle

Und dann muss C.A.R.L., das Central Auditorium for Research and Learning (zentrales Auditorium für Forschung und Lehre), sich bewähren. Der Name stand ja bereits vor anderthalb Jahren nach einem Namenswettbewerb fest. Mehr als 4000 Studierende können hier gleichzeitig lernen.

C.A.R.L. hat allein elf Hörsäle und 16 Seminarräume. Sie werden nach und nach in Betrieb genommen. Von montags bis mittwochs wird während des Probelaufs studiert. „Donnerstags und freitags haben wir dann Zeit, all das aufzuarbeiten, was im Testbetrieb festgestellt wird“, sagt Klass. „Nachjustieren muss man immer. Aber ein Probebetrieb in dieser Dimension, das ist auch für uns Neuland.“ Auch die Heizungsanlage kann erst abschließend reguliert werden, wenn das Haus genutzt ist und die Anlage unter Volllast und bei frostigen Bedingungen powern muss.

Einen Termin für den offiziellen Festakt zur Eröffnung mag derzeit noch niemand ins Auge fassen. „Spätestens zum Sommersemester 2017 soll das Hörsaalzentrum aber im Vollbetrieb arbeiten“, erwartet Klass. Rund 45 Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes sind an der Claßenstraße investiert worden.

Eigentlich sollte das Hörsaalzentrum bereits zum Studienstart des doppelten Abiturjahrgangs im Sommer 2013 fertig sein. Unter anderem ein langwieriges Vergabeverfahren und Insolvenzen beteiligter Firmen verzögerten den Bau jedoch massiv.

(mg)
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