RWTH Aachen schafft Platz für Büros im Pontviertel

Hochschule baut weiter aus : Platz für Büros: RWTH expandiert am Pontdriesch

Mitten im Hochschul- und Partyviertel klafft seit einigen Wochen eine auffällige Baulücke. Die beiden Häuser Kreuzherrenstraße 2 und 4 direkt gegenüber der Kirche sind dem nächsten Expansionsprojekt der RWTH gewichen.

Die Hochschule will den unmittelbar benachbarten Gebäuderiegel an der Ecke zum Pontdriesch auch im hinteren Bereich erweitern, der bislang als Parkplatz diente, um Büroflächen sowie Platz für Lehrstühle der Fachgruppe Mathematik zu schaffen. Insgesamt zwölf Millionen Euro sind für die Neubauten veranschlagt, berichtet RWTH-Pressedezernent Thorsten Karbach auf Nachfrage.

Die Objekte an der Kreuzherrenstraße und am Pontdriesch 14-16 waren vordem im Eigentum des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) und sind von der RWTH übernommen worden, um dem wachsenden Platzbedarf der Hochschule Rechnung zu tragen. Das FIR residiert inzwischen auf dem Campus Melaten. Eine Sanierung des Altbaus an der Kreuzherrenstraße 4, in dem früher acht Wohnungen untergebracht waren, sei durch massive Schäden infolge von Feuchtigkeit nicht mehr in einem vertretbaren Kostenrahmen möglich gewesen, erklärt Karbach. Es stand, ebenso wie das benachbarte ehemalige Gebäude, das vordem von einem externen Unternehmen genutzt wurde, nicht unter Denkmalschutz. Da der Neubau zudem komplett barrierefrei gestaltet werden soll, habe man sich zum Abriss entschlossen.

Ende 2021 soll die Lücke an der Kreuzherrenstraße wieder geschlossen sein. Die Erweiterung des Gebäuderiegels am Pontdriesch um rund 640 Quadratmeter Nutzfläche ist bereits im Gange und soll bis Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein, so Karbach. Denn die Schaffung weiterer Kapazitäten steht an der Aachener Exzellenz-Uni, die im kommenden Jahr 150-jähriges Bestehen feiert, weit oben auf der Prioritätenliste. Die Zahl der Studierenden steige nach wie vor, was mit einem verstärkten Engagement bei Forschung und Lehre einhergehe, erklärte Karbach. So sind in den vergangenen Jahren viele zusätzliche Stellen eingerichtet worden, was wiederum die Schaffung von mehr Verwaltungsfläche erforderlich mache.

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