Aachen: Runder Tisch zum Thema Autobahnlärm gefordert

Aachen : Runder Tisch zum Thema Autobahnlärm gefordert

Nun beschäftigt sich auch der Seniorenrat mit der Lärmbelästigung durch die Autobahn A4 im Bereich Richterich.

Marlene Beaujean hat als gewählte Vertreterin für Richterich-Horbach beantragt, einen runden Tisch zu diesem Thema unter Federführung der Bezirksvertretung Richterich ewinzusetzen. „Alte Menschen gelten als besonders lärmempfindlich. Geräusche einer Autobahn sind für Seniorinnen und Senioren vergleichbar mit einem Presslufthammer im Kopf. Selbst die Altersschwerhörigkeit schützt nicht vor einer als donnernde Geräuschbelästigung im Kopf empfundene Einschränkung der Lebensqualität“, begründet Marlene Beaujean ihren Antrag.

Bei älteren Erwachsene, die chronisch einer derart starken Lärmbelästigung ausgesetzt sind, wie es die Bewohner Richterichs an der Autobahn A4 zwischen niederländischer Grenze und der Anschlussstelle Zentrum kontinuierlich sind, ließen sich erhöhte Erkrankungsrisiken für das Herz-Kreislauf-System, für das Atmungssystem, den Bewegungsapparat sowie depressive Erkrankungen und Migräne feststellen. „Jeder Schaden, der durch Verkehrslärm entsteht, trägt zudem zur im Alter immer schneller fortschreitenden Schwerhörigkeit älterer Menschen bei.“

Dies seien Gründe genug, so Marlene Beaujean, sich als Seniorenrätin für Richterich in die laufende Debatte um einen Lärm reduzierenden Belag bei der Erneuerung der Straßendecke einzuschalten. Denn die bisher angebrachten Lärmschutzwände erreichten die angekündigte Lärmminderung nicht, eher das Gegenteil sei der Fall: „Es ist lauter als früher.“

Es sei daher zwingend notwendig, „alle Entscheidungsträger zusammenzubringen, um endlich verbindlich zu erreichen, dass nach 40 Jahren die Kette von politischen Versprechungen und danach nur halb umgesetzten und deshalb unwirksamen Lärmschutzmaßnahmen durchbrochen wird.“ Außerdem fordert die Seniorenrätin die Erstellung eines Zeitplans, in dem ein wirksamer Lärmschutz für ganz Richterich umgesetzt wird.

Mehr von Aachener Nachrichten