Rund 2500 Starter beim Aachener ATG-Winterlauf

ATG-Winterlauf : Rund 2500 Sportler und Sportlerinnen am Start

Die letzten Startnummern für den 56. Winterlauf verließen um halb elf am Sonntagmorgen das Vereinsheim der ATG am Chorusberg. Es ist nicht überliefert, ob die rechtzeitige Startankunft im Vichtbachtal bei Mulartshütte gelang, ambitioniert war der Versuch in jedem Fall.

Aber wer sich für den ATG-Winterlauf anmeldet, lässt sich von solchen Lapalien keineswegs aus der Ruhe bringen, denn die Sportler haben auf dem 18 Kilometer langen Weg zurück zum Chorusberg manch höhere Hürde zu nehmen.

In diesem Jahr machte der Lauf seinem Namen wieder einmal alle Ehre. Als Organisator Günter Drießen am frühen Sonntag um sechs Uhr zum Sportplatz kam, herrschte Frost und eine geschlossene Schneedecke ließ für die 2500 Teilnehmer eher eine Rutschpartie als einen schönen Lauf erwarten. „Unser Streckenchef Philipp Nawrocki, Rekordsieger des Winterlaufs, ist schon früh unterwegs gewesen, um die Sicherheit auf der Strecke zu überprüfen und festzustellen, ob an den bekannten neuralgischen Punkten die Gesundheit der Läufer in Gefahr sein könnte“, schilderte er die ersten Pflichten der Verantwortlichen und gab gleich Entwarnung: „Es ist alles in bester Ordnung“.

Schnee wurde zu Matsch

Tatsächlich war der Schnee allmählich zu Matsch geworden, der Untergrund war zwar etwas rutschig, aber zu bewältigen. Entlang der Strecke hatte die ATG 60 Posten zur Sicherung eingeteilt, mit den Helfern am Platz waren mehr als 100 Kräfte aus den Reihen der ATG im Einsatz. „Den Mitgliedern kann man gar nicht genug Dank aussprechen“, so Drießen, „die Läufer bewegen sich und kommen so auf Temperatur, aber die Streckenposten stehen stundenlang in der eisigen Kälte, machen ihre Arbeit und feuern nebenbei die Teilnehmer auch noch an“, waren Drießen und sein Mitstreiter Jörn Schnöring stolz auf den Zusammenhalt und die Unterstützung im Verein.

Verdammt kalt: Im Gegensatz zu den vierbeinigen Zuschauern konnten sich die zweibeinigen Sportler und Sportlerinnen auf der Strecke warmlaufen. Foto: Andreas Steindl

Tolle Helferinnen

Zwei dieser Helferinnen waren Elfriede Hirtz und Ursula Kuckelkorn. Die Damen sind seit Jahrzehnten Mitglieder im Verein, für sie ist die Hilfe zur Selbstverständlichkeit geworden. Einer der Faktoren, der neben der perfekten Organisation für die gute Stimmung rund um diese Traditionsveranstaltung sorgt. Als dann beim Startschuss um 11.05 Uhr über dem Chorusberg der blaue Himmel die grauen Wolken verdrängte, verstieg sich Drießen mit ausgebreiteten Armen zu der Behauptung: „Optimales Laufwetter“! Tatsächlich wurden die Verhältnisse immer besser, die Kälte ließ etwas nach und der Chorusberg füllte sich mit Zuschauern. Letzte Orangenscheiben wurden geschnitten, Bananen zurechtgelegt und Kalt- sowie Heißgetränke vorbereitet.

Ohne Helferteam geht es nicht: Ursula Kuckelkorn (links) und Elfriede Hirtz versorgten die Sportler und Sportlerinnen nach dem Lauf. Foto: Andreas Steindl

Schon bald flimmerten die ersten Live-Schaltungen von der Strecke über die Großbildleinwand, und schnell wurde klar: Die üblichen Verdächtigen waren diesmal nicht vorne dabei. Mussa Hudrog als Platzhirsch verletzt und Vorjahressieger Martin Heuschen nicht in bester Form, der Weg war frei für neue Einträge in die Siegerlisten.

Sieg geht nach Düsseldorf

Allen voran eilte schließlich Nikki Johnstone von ASICS-Frontrunner aus Düsseldorf in 59:07 Minuten unter dem Applaus von einigen hundert Zuschauern über den Zielstrich. Dominik Fabianowski und Maciek Miereczko komplettierten das Podium. Bei den Damen siegte Kristina Ziemons vom DLC vor Julia Kümpers, die das Fähnchen des Veranstalters ATG hochhielt und Sonja Vernikov.

Doch Anerkennung zollte Drießen allen Teilnehmern. „Hut ab vor allen, die an den Start gegangen sind“. Ob die zwei späten Startnummern auch am Chorusberg angekommen sind, weiß man nicht, auf alle Fälle haben alle Teilnehmer das Ziel gesund erreicht.

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