Aachen: Rund 1300 Läufer drehen ihre Runden rund um den Tivoli

Aachen: Rund 1300 Läufer drehen ihre Runden rund um den Tivoli

„Unser Lauf ist der einzige mit diesem ganz besonderen Stadionflair“, ist sich Actimonda-Sprecher Ralf Steinbrecher sicher. Und so wie er es zusammenfasst, so erlebten am Sonntag insgesamt 1300 Läufer im und um den Aachener Tivoli die einzigartige Atmosphäre des Stadions.

„Dabei ist der 2016 aus dem Tivoli Lauf hervorgegangene Actimonda-Lauf ein Erlebnis für die ganze Familie. Jeder kann mitmachen vom Kindergartenkind bis zum erfahrenen erwachsenen Läufer“, erklärt Steinbrecher. Große Freude macht es, den rund 400 Kindern beim Lauf zuzusehen. In zwei Altersklassen gehen sie an den Start. Die Bambini-Läufer zwischen drei und sechs Jahren und die Kinder werden vom Actimonda-Maskottchen Timo kräftig angefeuert und in Stimmung gebracht.

Die Teilnehmer des Laufs liefen auf rund zehn Kilometern im und rund um den Tivoli, aber auch durch die Natur in der Soers. Foto: Ralf Roeger

Weil es wichtig ist, vorm Lauf die Muskeln zu lockern, gibt es für alle Teilnehmer ein Aufwärmtraining bevor die Startpistole das Zeichen gibt. „Durch den Marathontunnel startet der Lauf ins Stadion, das ist einfach einmalig“, schwärmt Steinbrecher. Tatsächlich versetzt die Atmosphäre an diesem wunderschönen sonnigen Tag die Teilnehmer in beste Lauffreude. Und das Ziel befindet sich im Stadion, mehr Motivation kann es gar nicht geben, als dort unter dem Jubel der Zuschauer einzulaufen.

Natur und Sportstätte

Auf der Haupttribüne feuerten dieses Mal noch mehr Zuschauer die Läufer an als im vergangenen Jahr. Zum zweiten Mal ist die Krankenkasse nun Sponsor des Laufs — denn Bewegung als Teil eines gesunden Lebens passt schließlich perfekt zum Image. Zahlreiche Helfer versorgen die Teilnehmer mit gesunden Snacks und Getränken. Und für die Gäste gab es zum Beispiel frische und vor allem gesunde Smoothies zur Erfrischung zwischendurch.

Seinen besonderen Reiz hat der Lauf, den es insgesamt schon seit acht Jahren gibt, in der Verbindung der modernen Sportstätten des Sportparks Soers mit der malerischen Natur rund um das Paulinenwäldchen. Starteten früher noch die Bundesligaprofis, sind es heute immer mehr Kindergartengruppen, Schulklassen und Firmen, für die es auch eine eigene Mannschaftswertung gibt.

Der Hauptlauf führt über zehn Kilometer vom Sportpark Soers aus zunächst über den Soerser Weg, den Sonnenweg und den Buschweg hinauf zum Paulinenwäldchen und zum Blauen Stein. Anschließend geht es über den Soerser Weg zurück zum Tivoli-Stadion, wo die Läufer die erste Stadion-Runde erwartet. Von hier aus geht es auf die kleinere Runde vom Soerser Weg über den Wildbach und wieder hinauf zum Soerser Weg, der zurück zum Tivoli führt. Hier konnten Linda Kashikar (Zeit von 43 Minuten und 47 Sekunden) und Zanon Lorenzo (35 Minuten und 10 Sekunden) den Zieleinlauf ins Stadion voll genießen.

Nach dem Jugendlauf über 5,5 Kilometer startete das Finale des Tages, der Jedermannlauf über ebenfalls 5,5 Kilometer.

Mit dabei waren auch die Feuerwehrmänner und Sportler Carsten Fölling und Marcus Reichard. Sie liefen in voller Schutzkleidung und mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken mit — eine zusätzliche Belastung des Körpers von rund 25 Kilogramm. „Das ist ein Extremsport vergleichbar mit dem Laufen unter Saunabedingungen“, erzählt Reichard. In Aachen sind er und sein Kollege bekannt als „Firefighters“ der Aachener Feuerwehr, die öfters solche Läufe für den guten Zweck auf sich nehmen — und besonders gerne natürlich im einmaligen Stadionflair des Tivoli.

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