Aachen: Rückendeckung für den Tierpark

Aachen: Rückendeckung für den Tierpark

Keine zwei Tage hat es gedauert, bis sich rund ums Drimborner Wäldchen die Tierpark-Unterstützer gefunden haben.

Verwundert und verärgert äußern sie sich über die aus Reihen der eigenen Nachbarschaft vorgetragene scharfe Kritik an der Verkehrssituation.

„Anstatt sich über den Erfolg und die Akzeptanz dieser wichtigen und schönen Einrichtung nachbarschaftlich zu freuen, wird der Eindruck erweckt, Drimborn sei das Eldorado von Blech, Auspuffgasen und Parkanarchie”, heißt es in einer von elf Familien unterzeichneten Stellungnahme.

Wie berichtet, beklagen insbesondere drei Anwohner seit Jahren die unbestritten problematische Parksituation am Tierpark. Der Stadt und der Tierparkleitung werfen sie Untätigkeit und Ignoranz vor.

Ihre Lebensqualität würde leiden. Tatsächlich knubbelt sich an sonnigen Wochenenden regelmäßig das Blech im Viertel. Dann reichen die am Eingangsbereich vorhandenen 107 Pkw-Stellplätze hinten und vorne nicht.

Ob das jedoch ein Grund sei, sich aufzuregen, bezweifeln die sich nun zu Wort meldenden Anwohner. Sie alle hätten schließlich gewusst, „dass die Tierparkbesucher nicht mit dem Fallschirm einschweben”. Trotzdem wollten sie nicht mit Anwohnern etwa am Tivoli oder am Bendplatz tauschen. Der Freizeitwert des Tierparks überwiege allemale die „seltenen” Problemtage.

Ohnehin seien es nur „relativ wenige Wochenendtage”, an denen es zu einem „wirklich spürbaren Ansturm” auf den Tierpark komme: Pro Jahr etwa 10 bis 15 Sonnentage. Wer auf Drimborn wohne, habe immer noch einen Standortvorteil, meinen die Anwohner: „Seien wir doch stolz darauf, in einem Umfeld zu leben, das von so vielen Menschen auch von weit her besucht wird.”

Gleichwohl fordern auch sie von der Stadt ein Verkehrskonzept, um rücksichtslose Autofahrer in die Schranken zu weisen. An verhersehbaren Ballungstagen sollten etwa Verkehrskadetten und mehr Politessen eingesetzt werden, um den Verkehr zu ordnen und Falschparker zurechtzuweisen.

Derweil ist der Tierpark seit Freitag so stressfrei und preiswert zu erreichen wie nie zuvor: Das neue Pinguin-Ticket macht´s möglich.

Eintrittskarte und AVV-Fahrschein für An- und Abreise mit Bus oder Bahn sind ab sofort als Kombi-Ticket zum vergünstigten Preis erhältlich (7,40 Euro für Erwachsene im Stadtgebiet, 4,80 Euro für Kinder).

Die Linie 41 hält direkt am Tierpark, weitere Linien halten an der Trierer Straße. In diesem Zusammenhang schlägt eine Anwohnerin eine bessere Ausschilderung der Fußwege zum Tierpark vor.

Sinn mache dies auch vom Bahnhof Rothe Erde - denn auch für Euregiobahn und Nahverkehrszüge gilt nun das vergünstigte Pinguin-Ticket. „Für viele Kinder wäre die Anreise mit dem Zug sicher eine zusätzliche Attraktion”, ist Anwohnerin Frohlinde Weber überzeugt.

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