Aachen: Rudolf Henke holt wieder das Direktmandat

Aachen : Rudolf Henke holt wieder das Direktmandat

Wunden lecken nach der schweren Wahlschlappe: Obwohl Rudolf Henke sein Bundestags­direktmandat am Sonntag verteidigen konnte, will bei der CDU keine Feierlaune aufkommen. Mit Verlusten von 8,8 Prozentpunkten gegenüber der Bundestagswahl 2013 ist die siegesgewohnte CDU in Aachen der große Verlierer. Sie ist deutlich unter die 30-Prozentmarke gefallen. Für SPD-Parteichef Karl Schultheis lautet die Schlussfolgerung: „Aachen ist keine CDU-Hochburg mehr. Wir bewegen uns jetzt auf Augenhöhe.“

Diese Einschätzung wies die CDU-Vorsitzende Ulla Thönnissen am Montag umgehend zurück. Sie gibt zu: „Die Zahlen sind bescheiden und enttäuschend“, doch vom Verlust einer Hochburg zu reden, sei voreilig. Überhaupt warnt sie davor, die Zahlen der verschiedenen Wahlen auf kommunaler-, Landes- und Bundesebene miteinander zu vergleichen. In Aachen komme die Besonderheit hinzu, dass hier sehr viele Studenten ihr Wahlrecht wahrnehmen und für „eine besondere Dynamik“ bei den jeweiligen Wahlen sorgen würden. Soll heißen: Anders als vor allem ältere Stammwähler sind sie nicht auf eine bestimmte Partei festgelegt, sondern folgen auch einem bestimmten Zeitgeist.

Mehr von Aachener Nachrichten