Aachen: Roter Teppich für den Protest der Radfahrer

Aachen : Roter Teppich für den Protest der Radfahrer

Ein roter Teppich für Radfahrer wurde am Samstag auf dem Templergraben ausgerollt: Passend zum Wochenende im Zeichen des Zweirades fand auf dem Grabenring eine Raddemo statt. Der Protest zum Aachener Fahrradtag wurde von Greenpeace Aachen, dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) veranstaltet.

Rund 100 Teilnehmer passierten den „Radweg der Zukunft“ vor dem Hauptgebäude der RWTH Aachen.

„Der rote Teppich orientiert sich an den aktuellen Abmessungen baulich getrennter Radwege. Er ist zwei Meter breit und ein Sicherheitstrennstreifen von mindestens 50 Zentimetern trennt den Rad- vom Autoverkehr“, erklärt Organisator Jan van den Hurk, bekannt vom kürzlich veranstalteten „Ride of Silence“. Durch diese Abmessungen sei das Überholen sowie Nebeneinanderfahren von Fahrrädern mit Kinderanhängern problemlos möglich. Auch unsichere Fahrradfahrer fühlen sich so gut aufgehoben.

„Wer derzeit auf den Aachener Hauptstraßen mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich mit ganz unterschiedlichen Infrastrukturen auseinandersetzen. Schmale Radwege nach altem Standard, Radfahrstreifen und Schutzstreifen wechseln einander ab“, erklärt Jan van den Hurk. Viele Menschen seien mit der aktuellen Situation sehr unzufrieden, fühlen sich beim Radfahren unsicher und haben deshalb keine Lust, aufs Rad zu steigen.

Neben den Demo-Teilnehmern, die ausgehend von der Ritter-Chorus-Straße zwei Runden über den roten Teppich und den Grabenring fuhren, kam die Aktion auch bei anderen Radfahrern gut an. Viele freuten sich und nutzten spontan die Gelegenheit, über den Vorzeige-Radweg zu fahren. „Die Probefahrt auf dem Radweg der Zukunft soll zeigen, wie sicher und komfortabel Radfahren sein könnte. Wir wollen eine Diskussion der Stadtgesellschaft über die zukünftige Aufteilung des Straßenraums anregen“, betont Jan van den Hurk. Laut Studien würde sich die Mehrheit der Befragten in Aachen an Hauptverkehrsstraßen breite und gleichzeitig baulich getrennte Radwege wünschen.

(krü)
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