Aachen: Rotary Club Aachen-Charlemagne: 5000 Euro an Hospize gespendet

Aachen : Rotary Club Aachen-Charlemagne: 5000 Euro an Hospize gespendet

Mit jeweils 5000 Euro hat der Rotary Club Aachen-Charlemagne jetzt das Hospiz Haus Hörn und das Hospiz am Iterbach bedacht.

Laut Professor Klaus Zerres, Präsident des Rotary Clubs Aachen-Charlemagne, erfolgten die Spenden „in Memoriam des Ehrenmitglieds Doris Capellmann und ihres Sohnes Ralf Capellmann“, die den Club mit einer Erbschaft bedacht haben. Die Rotarier nutzen nun diese Gelegenheit, um „ihr soziales Engagement einmal mehr nach außen zu tragen“.

Für das Hospiz Haus Hörn und das am Iterbach waren die Schecks eine angenehme Überraschung. Beide Einrichtungen müssen fünf Prozent ihrer Kosten über Spenden finanzieren. Im Hospiz Haus Hörn denkt man unter anderem auch über die Anschaffung von Schlafmöbeln für die Angehörigen nach, und auch die Unterstützung durch Musik- und Kunsttherapeuten ist ein langgehegter Traum. Laut Leiterin Inge Nadenau ist die Spende ein wunderbares Weihnachtsgeschenk, wenn auch etwas verspätet. „Wir können das Geld gut gebrauchen“, sagt sie.

Mehr Leben am Ende der Tage ermöglichen: Das ist laut Gregor Palenberg, Vorsitzender des Fördervereins des Hospizes am Iterbach, der Hospizgedanke, und der müsse noch in den Köpfen ankommen. Ein Hospiz solle also nicht als trostloser Ort verstanden werden, sondern als Chance, die letzten Tage des Lebens mit den Angehörigen zu genießen.

„Eine großartige Sache“

„Das ist eine großartige Sache“, meint auch Ursula Verfuß-Eschweiler, Vorsitzende des Gemeindienstes bei den Rotariern. Das Sterben und den Tod ins Leben zu holen, ist ein Gedanke, der ihrer Meinung nach noch mehr etabliert werden muss. Das sind sich alle einig: Die Großfamilie wird immer mehr an Bedeutung verlieren, und bei der Begleitung und Versorgung von sterbenden Menschen werden Hospize entsprechend immer wichtiger. Wichtig und unersetzlich sei dabei auch die Unterstützung durch Ehrenamtler. „Aber auch die müssen geschult und auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Und auch das kostet Geld“, betonte Inge Nadenau.

Auch wenn es im Hospiz Haus Hörn bereits heute eine Warteliste gibt, kann die Versorgung dennoch zeitnah gewährleistet werden, meint Nadenau. Über 90 Prozent der Hospizgäste sind Krebspatienten zwischen 45 und 65 Jahren. Ihnen ihre letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten, ist das Anliegen der Hospize. Und laut Ursula Verfuß-Eschweiler werden sie dem mehr als gerecht. Denn das Hospiz ermögliche den Angehörigen, in aller Ruhe Abschied zu nehmen, ohne sich über die Versorgung des geliebten Menschen Gedanken machen zu müssen.

Am Tag der Scheckübergabe nutzten die Rotarier die Gelegenheit, das Hospiz Haus Hörn genauer kennenzulernen. Die Einrichtung am Iterbach hatten sie bereits zuvor besucht.

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