Aachen: Rosenmontag: Sieben Strafverfahren, drei Jecke in Gewahrsam

Aachen: Rosenmontag: Sieben Strafverfahren, drei Jecke in Gewahrsam

Die Aachener Polizei hat am Rosenmontag drei Karnevalisten in Gewahrsam genommen. Insgesamt gab es fast 60 „karnevalstypische Einsatzanlässe“, stellt die Polizei fest: „Statistisch gesehen liegt diese Zahl im Durchschnitt.“ Randalierern und Straftätern sei man konsequent entgegengetreten, heißt es.

Insgesamt verlief der Rosenmontagszug ohne Störungen und weitgehend friedlich. Am Rand des Zugs kam es nur vereinzelt zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Die Polizei sprach gegen elf Karnevalisten Platzverweise aus. Drei von ihnen sahen die Sachlage anders und mussten zur Durchsetzung der Platzverweise in Gewahrsam genommen werden. Sieben Strafverfahren wurden eingeleitet, davon drei wegen Körperverletzung.

Ein alkoholisierter 26-Jähriger machte kurz nach 15 Uhr am Adalbertsteinweg ganz besonders auf sich aufmerksam. Im Vorbeigehen schlug er mit geballter Faust gegen die Seitenscheibe eines mit zwei Beamten besetzten Streifenwagens. Während der anschließenden Kontrolle war der aggressive Mann laut Polizei nicht zu beruhigen und ging auf die Beamten los. Zwei Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt.

In der Komphausbadstraße entzündeten zwei Männer, 32 und 27 Jahre alt, gegen 15.30 Uhr ein Bengalisches Feuer mitten in einer Menschenmenge und gefährdeten damit gleich mehrere Umstehende. Bengalische Feuer brennen bei einer Temperatur von über 1000 Grad und setzen dabei hochgiftige Dämpfe frei. Ein Strafverfahren unter anderem wegen Gefährdung durch Freisetzen von Giften wurde eingeleitet. Nach derzeitigem Stand wurde jedoch niemand verletzt.

Heißes Wasser für Streithähne

Gegen 15.40 Uhr gerieten zwei Gruppen in der Stiftstraße anein­ander, zunächst nur verbal. Dann prügelten sich ein 17-Jähriger und ein 32-Jähriger aus Aachen. Beide wurden durch Schläge leicht verletzt. Ein 31-jähriger Anwohner hatte die Rangelei mitbekommen und aus einem Fenster heißes Wasser auf die Raufbolde geschüttet. Mehrere Personen erlitten dadurch leichte Verletzungen. Auch der Anwohner muss sich nun wegen Körperverletzung verantworten.

(red/pol)
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