Aachen: Roncalli wird zur Nachtgalerie

Aachen: Roncalli wird zur Nachtgalerie

Aus dem „Grand Café” an der Theaterstraße und ehemaligem „Roncalli Café” wird ab August dieses Jahres die „Nachtgalerie”. In dem prestigeträchtigen Objekt mitten in der City unterzeichneten am Montag die Frankfurter Immobilien Holding „PropertyOne GmbH” vertreten durch ihren Manager Nicolas Voller und der Aachener Eventmanager Stefan Braun entsprechende Verträge.

Das im Dezember 1998 von Roncalli-Chef Bernhard Paul nach ebenso teuren und wie umfangreichen Umbauten eröffnete Café mit seinem speziellen Wiener Charme und zirzensischem Ambiente war im Oktober 2008 nach zehn Jahren von Paul aufgegeben worden. Das Lokal mit den roten Wänden und goldenen Applikationen hatte schon längst kein Tagesgeschäft mehr und wurde von wechselnden Pächtern zu diversen zwecken gebraucht - und manches Mal missbraucht.

Jetzt will der Geschäftsführer der Aachener „gastro perspective GmbH” (GP) , Stefan Braun, den Laden mit neuen Konzepten wieder in Schwung bringen. Der Veranstalter verschiedener Party-Reihen, beispielsweise im Club Zero („Disco No. 1) und im Drehturm Belvedere sagte am Montag: „Natürlich werden wir die legendäre Treppe behalten, auch die Theken bleiben. Aber alles, was jetzt rot ist, soll weiß oder hell werden. Wir wollen weg von dem barocken Ambiente.”

Braun will ab August, denn bis dahin wird umgebaut, wieder zwei Tage in der Woche aufmachen, jeden Freitag und Samstag der Woche wollen die Eventmanager einen Club „für Leute ab 25” aufbauen und das ansonsten sehr studentisch geprägte Nachtleben in Aachen mit neuen Impulsen bereichern. Ausdrücklich willkommen ist aber auch „das studentische Publikum”. Über eine „strenge Türpolitik”, heißt genau Auswahl der Gäste für den Abend, wollen die neuen Betreiber von vorne herein eine gehobenere, „gepflegte” Klientel an den Abenden mit Musik, Eventkochen oder anderen Darbietungen unterhalten.

Während der Woche sollen Firmenveranstaltungen, Privatfeiern und regelmäßig ein oder zwei Mal im Monat „After-Work-Partys” stattfinden. „Wir wollen auch zur Kleinkunstszene beitragen und ebenso regelmäßig live Jazz- oder Chanson-Abende veranstalten”, erklärte Braun und versicherte, dass man dementsprechend Kontakte zur Stadt aufbauen wolle.

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