Aachen: Rock, Pop, Schlager und Volkslied beim 1. Aachener Rudelsingen

Aachen : Rock, Pop, Schlager und Volkslied beim 1. Aachener Rudelsingen

„La le lu, nur der Mann im Mond schaut zu“ erklang es aus 315 Kehlen im Saal des Franz. Alles andere als müde waren die begeisterten Teilnehmer des 1. Aachener Rudelsingens. Aber Jörg Siewert und Steffen Walter wollten ihnen mit dem Gute-Nacht-Lied einfach „Danke“ sagen für die überaus gelungene, stimmungsvolle Premiere in Aachen.

„Die Aachener sind echt gut drauf“, freute sich Siewert. In lockerer Atmosphäre begrüßten er und sein Musiker Steffen Walter Jung und Alt, um mit ihnen gemeinsam Hits und Gassenhauer von damals bis heute zu singen. „In einen Chor würde ich nie gehen. Aber hier macht das Singen Spaß!“, meinte eine Frau angetan. Die Sängerschar, die an diesem Abend einen temporären Chor bildete, wurde live vom Sänger Jörg Siewert und dem Gitarristen Steffen Walter begleitet. Die Texte wurden per Beamer an die Wand projiziert.

In Münster erfunden

Mit „Country roads“ von John Denver war der Abend zu Beginn direkt in die Vollen gegangen. Das Lied eignet sich einfach gut zum Mitsingen. Das Original-Rudelsingen wurde 2011 in Münster geboren. Inzwischen sind zehn Teams regelmäßig in mehr als 100 Städten unterwegs und singen monatlich mit bis zu 10.000 Menschen. Dabei gibt es Pop und Rock, alte und neue Hits bis in die aktuellen Charts, auch mal ein Volkslied. Und Schlager. „Für jeden ist etwas dabei“, betonte Siewert.

Und so erleben es auch die 315 Mitsänger an diesem Abend. Gemeinsam zu singen, das liegt im Trend und kommt auch hier super an. Die Zugaben „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ als Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Jürgen Marcus und der Klassiker „Let it be“ von den Beatles entließen die Gäste zufrieden in die Nacht. Natürlich wurde die Premiere noch ein wenig gefeiert. Und es zeigte sich einmal mehr: Singen macht glücklich.

„Wir wollen das Rudelsingen nun regelmäßig alle drei Monate veranstalten“, verriet Siewert. Die nächsten Termine stehen bereits fest. Oft wird er danach gefragt, aber ein Lieblingslied kann Siewert angesichts so vieler toller Lieder nicht benennen. „Da gibt es natürlich einige Favoriten, aber es kommt immer auch auf die Zeit und die Stimmung an“, meinte er. Am meisten mitgegangen sei das Publikum bei Michael Holms „Tränen lügen nicht“ und dem kölschen Erfolgslied „Leev Marie“ von den Paveiern.

Spaß in der Gemeinschaft

„Singen macht doch am meisten Spaß, wenn man laut in der Gemeinschaft mit anderen singen kann!“, erklärte Jörg Siewert. Ob er selbst auch gerne unter der Dusche singt, das hat er im gut zweistündigen Programm nicht erzählt. Mit Charme und Witz leitete er von Lied zu Lied. Bei alten Schätzchen, den neuesten singbaren Radioerfolgen und ewigen Gassenhauern sang das Publikum aus vollem Hals mit.

Das 2. Rudelsingen mit dem Team Siewert im Franz an der Franzstraße 74 findet am Dienstag, 18. September, um 20 Uhr statt. Der Eintritt kostet zehn Euro .

(acht Euro ermäßigt)
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