Aachen: Riesenschaden durch Grafitti: Spraydose gefunden

Aachen: Riesenschaden durch Grafitti: Spraydose gefunden

Wie hoch der Schaden ist, kann immer noch nicht genau beziffert werden. Fünf Tage ist es jetzt her, dass ein Unbekannter in der Nacht zum Freitag in Burtscheid wild um sich sprühend eine Spur der Verwüstung zog, auf Autokarossen und Immobilien meist goldene gebrochene Herzen und traurige Smileys hinterlassend.

36 Pkw-Besitzer und 27 Eigentümer von Häusern haben sich bei der Polizei gemeldet und berichten von unterschiedlichen Erfahrungen. Manche konnten ihre Haus- oder Garagenwand wieder von der ungewünschten Schmiererei befreien - das hängt offenbar mit der Konsistenz der Oberflächen zusammen.

Ist der Lack oder Putz intakt und dicht, besteht eine Chance, ihn ohne großen Einsatz von Handwerkern wieder sauber zu bekommen. Wenn die Oberfläche jedoch porös ist, dann ist die Angelegenheit nicht so schnell zu beseitigen und müssen teure Reparaturen ausgeführt werden.

Polizei-Pressesprecher Werner Schneider: „Das hängt vom Untergrund ab und muss in jedem Einzelfall untersucht werden.“ Klar ist jedoch für ihn, dass die meisten Versicherungen für die Beseitigung der Graffiti nicht zahlen dürften, da es sich um vorsätzliche Sachbeschädigung handele.

Die ersten Hinweise hatte die Polizei, wie in den „Nachrichten“ berichtet, am Forster Weg erhalten, kurz nach Mitternacht hatte ein Anwohner von dort eine Schmiererei gemeldet. Die Spur zieht sich über Branderhofer Weg, Weingartsberg, Friedrich-Ebert-Allee, über die Viehhofstraße in Richtung Kapellenstraße und Malmedyer Straße.

Angesichts der Massivität des Vorgehens hatten die Ordnungshüter schnell die Hoffnung geäußert, dass Zeugen Hinweise geben könnten. Diese hat sich erfüllt: Ein Passant meldete, dass an der Bachstraße eine Spraydose mit Goldfarbe lag.

Sie wurde sichergestellt, tatsächlich ist es einer der Farbbehälter, der in Burtscheid verwendet wurde. Schneider: „Diese wird jetzt kriminaltechnisch auf Fingerabdrücke untersucht.“

(hau)