Aachen: Richtericher Schlossweiher: Sind Raubfische die Lösung?

Aachen: Richtericher Schlossweiher: Sind Raubfische die Lösung?

Das Gift ist offenbar immer noch da: Auch am Freitag wurde wieder eine tote Ente aus dem Richtericher Schlossweiher geborgen. Sie ist, wie Dutzende zuvor, an Botulismus verendet, eine durch bakterielles Nervengift hervorgerufene Erkrankung, die weltweit auftritt.

Bei der Stadt gingen Anrufe ein, ob das tödliche Bakterium auch über die Luft verbreitet wird.

Hundehalter konnten beruhigt werden, Spaziergänge können unbesorgt in dem Park stattfinden, falls der Vierbeiner angeleint ist. Ansonsten bleibt es vorläufig bei den bisherigen Maßnahmen, Absperrungen mit Hinweisschildern und der Verdünnung des ablaufenden Wassers.

Wie man dem Problem langfristig begegnen will, steht noch nicht fest. Rita Klösges vom Presseamt: „Es gibt Ideen, aber noch nichts Konkretes.” In Köln, wo eine Botulismus-Epidemie vor zwei Jahren im Aachener Weiher aufgetreten war, hat man inzwischen zwei Fontänen aufgebaut und Raubfische eingesetzt, um den Fischbestand zu reduzieren.

Technische Einrichtungen wie Umwälzpumpen will man aber in Aachen möglichst vermeiden, allerdings ist auch an Schloss Schönau der Bestand an Fischen und Vögeln zu groß.

Verursacht zu einem großen Teil durch überflüssiges Füttern der Tiere. Klösges: „Das ist Liebe am falschen Platz.” Mit dem richtigen Besatz komme man auch ohne technische Hilfsmittel aus: „Wir sind der Meinung, dass der Weiher möglichst natürlich belassen werden soll.”

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