Aachen: Richtericher Radwege bleiben weiter verwirrend

Aachen: Richtericher Radwege bleiben weiter verwirrend

Stadteinwärts einen Radweg und stadtauswärts einen Schutzstreifen — so wünschen sich die Politiker der Bezirksvertretung Richterich die Radwege an der Roermonder Straße.

Doch bislang sieht die Regelung anders aus. Ein großes Durcheinander herrscht bei der Wegeführung und bei der Beschilderung, sagen gleich mehrere Bezirksvertreter. Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay (Grüne) bemängelte die Stellen, an denen der Radfahrer den Schutzstreifen verlassen muss, um auf den Gehweg zu wechseln. Doch laut Verwaltung ist Besserung noch lange nicht in Sicht, auch wenn das Problem schon lange bekannt ist.

Vorschriften geändert

Im Jahre 2009 seien die Vorschriften für Radwege bundesweit verändert worden, so die Verwaltung. Und das hatte auch Auswirkungen auf die Radwege an der Roermonder Straße. Zwischen Horbacher Straße und Roder Weg beispielsweise wurde die Benutzungspflicht für den linksseitigen Radweg aufgehoben, da er gemäß der neuen Bestimmungen zu schmal ist.

Der Radfahrer fährt dort jetzt in Richtung Rathausplatz auf der Fahrbahn, was aufgrund der Breite der Straße und der dortigen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde durchaus zumutbar sei, meint die Verwaltung.

Zwischen Berensberger Straße und Tittardsfeld wurde ein Schutz-, beziehungsweise Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert. Allerdings nicht bis zur Kreuzung Roermonderstraße/ Berensberger Straße. Dieser Bereich nämlich liegt in der Verantwortung des Landesbetriebs Straßenbau NRW, und der hat sich bislang noch nicht gerührt.

Vor 2016 ist laut Verwaltung kaum mit Besserung der Situation zu rechnen. Und dabei spiele es auch keine Rolle, ob die Radwege an der Roermonder Straße Teil des geplanten „Radschnellweges“ zwischen Aachen, Herzogenrath, Kerkrade und Heerlen würden, oder ob sie in den Maßnahmenplan Radverkehr aufgenommen würden. In jedem Fall müssten sich die Richtericher in Geduld üben.

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