Rettungsassistent der Malteser verätzt Hände beim Desinfizieren

Aachen : Rettungssanitäter verätzt sich Hände: Kripo ermittelt

Nachdem ein Rettungsassistent beim Malteser Hilfsdienst auf der Hüls sich am Sonntagabend schwere Verätzungen zugezogen hat, hat die Aachener Kripo Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Der 30-Jährige aus Stolberg hatte sich während seines Dienstes die Hände an einem entsprechenden Spender desinfizieren wollen. Doch statt dem üblichen Desinfektionsmittel hatte sich stark ätzendes Konzentrat im Behälter befunden. Die Verletzung war so schwer, dass der Mann im Krankenhaus behandelt werden musste. Mittlerweile konnte der Stolberger die Klinik wieder verlassen, teilt der Malteser Hilfsdienst mit.

Ob hier beim Austausch der Behälter ein Versehen zugrunde liegt oder ob der Desinfektionsspender bewusst manipuliert wurde, kann noch nicht gesagt werden, erklärte die Polizei. Es ist die Kernfrage der laufenden Ermittlungen die wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet wurden.

Noch am Abend versiegelten die Beamten die entsprechenden Räumlichkeiten. Betroffen sind nach Angaben der Aachener Polizei die Toilette, in der der Spender hängt sowie das Lager, in der die Reinigungsmittel aufbewahrt werden.

Im Laufe des Montags konnte die Versiegelung wieder aufgehoben werden, erklärte die Geschäftsleitung des Hilfsdienstes auf Anfrage unserer Zeitung. Die Polizei müsse nun feststellen, um was es sich bei der ätzenden Flüssigkeit genau handle. Man nehme das Thema sehr ernst, heißt es beim Malteser, und werde die Ermittlungen der Polizei vollumfänglich unterstützen.

(slg)