Aachen: Reiter, Artisten und viele Pferde: „Sudakan” hat Premiere

Aachen: Reiter, Artisten und viele Pferde: „Sudakan” hat Premiere

Weder Musik noch Hufgetrappel sind am Mittwochnachmittag auf dem Bendplatz zu hören, keine bunt kostümierten Menschen zu sehen. Stattdessen steht dort ein noch nicht fertig aufgebautes Zirkuszelt - das Team des Pferdemusicals „Sudakan” befindet sich bei den letzten Vorbereitungen für die Premiere am Donnerstagabend.

Nach „Zauberwald” und „Goa” ist „Sudakan” die dritte Pferdeshow, die ihren Weg nach Aachen gefunden hat, und sie soll noch besser und spektakulärer werden als ihre Vorgänger. Eine Gemeinsamkeit besteht aber: Alle drei Musicals stammen aus der Feder von Christian Hein, der auch die Musik komponierte. Als Regisseur wirkt Joachim Lang, der schon „Goa” zum Erfolg verhalf.

Knapp sieben Wochen haben die „Heißproben” für das Musical gedauert. Zu den Darstellern gehören 20 Reiter, 30 Artisten und natürlich eine Menge Pferde. „Wir haben viele Rassen dabei, Andalusier, Friesen, Lipizzaner. Insgesamt sind es 50”, erklärt Pressesprecher Rainer Westphal.

Und die müssen großes Vertrauen zu ihren Reitern haben, weiß Gino Edwards, Urgestein der Zirkusbranche: „Während der Show ist es laut, es gibt Lichtblitze, sogar Feuer. Pferde sind Fluchttiere, mit den Pferden vom CHIO würde das nicht funktionieren, die sind den Lärm und die Umgebung nicht gewohnt.” Edwards spielt in der Show einen gutmütigen Pferdeflüsterer - seine Liebe zu Pferden hat er erst spät entdeckt, obwohl er im Zirkus aufgewachsen ist.

Es geht richtig rund

Die Geschichte von „Sudakan” dreht sich um die intrigante Königstochter Lydia, die zusammen mit dem bösen Magier Zordini die Macht über das Elfenland an sich reißen möchte. Eldor und seine Geliebte Rubina stellen sich gegen die bösen Mächte und wollen ihre Heimat zusammen mit dem Pferdeflüsterer Anawar vor der Dunkelheit bewahren. Ob das auch klappt, können neugierige Pferde- und Musikliebhaber aber erst bei der Premiere herausfinden.

Das zweieinhalbstündige Stück hat einiges zu bieten, mit Videoleinwand und 10000-Watt-Musikanlage geht es richtig rund. „Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Zirkus, Theater und Musical. Es ist einfach für jeden was dabei, weil es so facettenreich ist. Und die technische Raffinesse ist außergewöhnlich”, findet Pferdepalast-Geschäftsführer David Stegemöller. Dafür sind immerhin 70 Techniker an und unter dem Zelt zuständig.

Bei der ersten Station des Musicals in Koblenz hat Stegemöller ein ganzes Kinderheim eingeladen. Ein solches Charity-Angebot ist für den ehemaligen RWTH-Studenten selbstverständlich.

Bis Sonntag, 31. Oktober, ist das Musical in Aachen zu sehen, danach geht es weiter nach Düren. Die Spielzeiten sind dienstags bis samstags um 19.30 Uhr; mittwochs, freitags und samstags jeweils noch einmal um 15.30 Uhr; sonn- und feiertags um 11 und um 15.30 Uhr. Karten gibt es in der City-Servicestelle unserer Zeitung, Buchkremerstraße.

Karten ab sofort

Karten für die Metropolis-Vorstellung im Eden-Palast gibt es ab sofort dort oder im Cineplex Aachen, Kapuzinerkarree, zu kaufen. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt zehn Euro. Ein Platz in der Loge kostet 15 Euro.