Aachen: Reit-EM: Spektakel rund um den Dom

Aachen : Reit-EM: Spektakel rund um den Dom

Stimmt schon, in München geht das ja auch: Die Bayern feiern ihr Oktoberfest im September, da können die Aachener ihr September Special in den August verlegen. Es bietet sich an, denn bei den Reit-Europameisterschaften vom 11. bis zum 23. August will sich auch die Stadt mit einem schicken Rahmenprogramm präsentieren.

Und so wird aus dem September Special in diesem Jahr das Aachen EM Special 2015. „Wir wissen schon beim Planen, dass es funktionieren wird“, erklärt Oberbürgermeister Marcel Philipp. Schließlich sei „das Format seit Jahren eingeführt“. In der Tat hat die Stadt sowohl Erfahrung mit einem Musikfestival, das umsonst und draußen stattfindet, als auch mit großen Tieren und großen Namen im Reitstadion.

Und auch eben mit beidem zusammen: Vor acht Jahren traf sich hier bei den Weltreiterspielen die Elite des Pferdesports. Auch damals hat die Stadt drumherum allerhand geboten — und dieses Rahmenprogramm war gewissermaßen die Geburtsstunde des September Special. Wenn nun wieder zusammenkommt, was irgendwie zusammengehört, können die Macher auf Bewährtes zurückgreifen.

So wird auch diesmal wieder die Soers in die Innenstadt geholt. „Wenn die Medaillen vergeben sind, werden sich die Akteure hier noch einmal feiern lassen“, erklärt Carl Meulenbergh, der Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Auf der Bühne am Markt wird es zudem allabendlich unter dem Motto „EM aktuell“ Talkrunden mit Gästen aus der Soers geben, an denen die „Nachrichten“ auch beteiligt sind. „Information, Emotion und Show“, verspricht Oberbürgermeister Philipp. Dazu zählt ebenso Public Viewing, unter anderem bei der Eröffnungsfeier.

Die soll es in sich haben. „Wir werden eine großartige Eröffnungsfeier haben“, verspricht ALRV-Präsident Meulenbergh. Er weiß, was er dem Publikum schuldig ist. Das gelte schließlich als das beste der Welt, was Meulenbergh auch auf die große Tradition des Reitsports in Aachen zurückführt. Die werde „in der Region gelebt“, meint der ALRV-Präsident.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg sagt es in Kurzform: „Da sind wir alle Öcher.“ Deshalb unterstütze auch die Städteregion das Special-Spektakel. Daneben sorgen weitere Sponsoren dafür, dass allerhand geboten werden kann. „Ein solches Programm in diesem Rahmen, über diese Zeit, mit solcher Qualität hat es verdient, unterstützt zu werden“, begründet etwa NetAachen-Geschäftsführer An—dreas Schneider das Engagement, „Wir alle präsentieren Aachen von seiner allerbesten Seite.“

Das ist auch das Ziel von Manfred Piana, dem Geschäftsführer des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), der eine Mischung aus regionalen, nationalen und internationalen Künstlern ankündigt. Bespielt werden Markt, Katschhof und Münsterplatz. Erwartet wird unter anderem der Ausnahme-Percussionist Trilok Gurtu. Musik aus den „fünf Ecken der Welt“ verspricht der städtische Veranstaltungsmanager Rick Takvorian.

Aber auch das Regionale soll nicht zu kurz kommen. So wird es etwa einen „Öcher Ovvend“ auf dem Münsterplatz geben. Geplant ist auch eine kuriose Spielshow unter dem Titel „Vür sönd Europe“.

Das komplette Angebot zeichnet sich für den Oberbürgermeister durch zwei Kriterien aus: „Hohe Qualität im künstlerischen Bereich“, so Marcel Philipp, „und freier Eintritt.“

(wb)
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