Aachen: Reis-Demuth-Wiltgen-Trio: Mit frischer Inspiration geht’s nach Aachen

Aachen: Reis-Demuth-Wiltgen-Trio: Mit frischer Inspiration geht’s nach Aachen

Auf das Saxophon müssen die Aachener Jazz-Freunde verzichten, wenn das Reis-Demuth-Wiltgen-Trio am kommenden Sonntag, 18. März, in der Nadelfabrik spielt. Doch ansonsten liefern die Luxemburger das gleiche Set, wie bei ihrer Tour, die erst am Vorabend ihres Aachener Auftritts im französischen Pantoise zu Ende gegangen ist.

Diese hat sie gemeinsam mit dem weltbekannten Saxophonisten Joshua Redman zwei Wochen lang durch halb Europa geführt.

„Mit Redman spielen wir das gleiche Repertoire wie im Trio“, sagt Schlagzeuger Paul Wiltgen. „Er mag unsere Eigenkompositionen sehr und er besteht sogar darauf, dass wir nur die Musik des Trios spielen. Von daher ist der einzige Unterschied in Aachen, dass kein Saxophon dabei ist“, kündigt er für das Konzert in der Nadelfabrik an, das er zwar ohne Redman, dafür aber in der Stammbesetzung mit seinen Mitstreitern Michel Reis (Piano) und Marc Demuth (Kontrabass) quasi auf dem Heimweg nach Luxemburg bestreitet.

Doch auch wenn das Saxophon fehlt, ein bisschen Redman ist auch in der Nadelfabrik noch dabei. „Mit einem Musiker wie Redman zu spielen, bringt uns als Trio musikalisch sehr viel weiter. Es gibt der Band einen künstlerischen Schub, der unbezahlbar ist. Mit dieser frischen Inspiration kommt das Trio im Original nach Aachen“, sagt Wiltgen und fügt hinzu: „Also ganz besonders, auch für uns.“ Und das nach immerhin 20 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte.

Musikalisch Geschichten erzählen

„Wir drei haben als Trio vor 20 Jahren zum ersten Mal zusammen gespielt. Wir sind eng befreundet und kennen uns also schon sehr lange, was sich an unserer ganz besonderen Kommunikation und Spielfreude auf der Bühne erkennen lässt“, sagt Wiltgen. Der sogenannte Story-Telling-Aspekt, also das Geschichten-Erzählen, sei dabei ein wichtiger Aspekt ihrer Musik. „Und Redman war davon sehr angezogen“, sagt der Schlagzeuger, „er selbst hat auf der Tour ständig unsere Songs gesungen und meinte er bekäme die Melodien einfach nicht mehr aus dem Kopf.“

Paul Wiltgen hat hingegen die Nadelfabrik noch gut im Kopf, die er bereits von einem Konzert mit dem Organic-Trio kennt. „Das Konzert gehörte damals zu den besten Konzerten unserer Tour. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, wieder in die Nadelfabrik zu kommen.“

Mitbringen wird er das neue Album des Reis-Demuth-Wiltgen-Trios „Once in a blue moon“, das am 11. Mai erscheint und neben einigen Hits der ersten beiden Alben im Mittelpunkt des Konzerts stehen wird. Und wem es gefällt, der kann es auch gleich erwerben — zwei Monate vor Veröffentlichung. „Wir werden die neuen CDs schon dabei haben und auch an dem Abend verkaufen“, kündigt Wiltgen an.

Wer sich diese Chance nicht entgehen lassen will, der sollte am Sonntagabend um 18 Uhr in der Nadelfabrik im Reichsweg sein. Der Eintritt ist frei.