Aachen: Reinigungskräfte streiken vor dem Klinikum

Aachen: Reinigungskräfte streiken vor dem Klinikum

Mehr Geld - das haben rund 20 Gebäude-Reinigungskräfte am Donnerstagmorgen vor dem Haupteingang des RWTH-Universitätsklinikums gefordert. Mit Trillerpfeifen und roten Mützen starteten sie um sechs Uhr in der Frühe ihren Streik gemeinsam mit Vertretern der für die Reinigungsbranche zuständigen Gewerkschaft Bauen, Agrar und Umwelt (IG BAU).

Mit ihrem Streik schließen sich die Aachener Kräfte dem bundesweiten Protest der Gebäudereiniger an. Am Dienstag legten in ganz Deutschland in insgesamt 134 Büros, Behörden, Krankenhäusern und anderen großen Gebäuden rund 2200 Beschäftigte die Arbeit nieder und putzten nicht.

Die IG BAU verlangt für die Beschäftigten in der Gebäudereinigung - also auch für die Aachener Reinigungskräfte vor dem Klinikum - 8,7 Prozent mehr Lohn. Der Tarifvertrag für die Reinigungsbranche war Ende September ausgelaufen, die Tarifverhandlungen zwischen Arbeitsgebern und Arbeitnehmervertretung waren gescheitert.

Letztere ist mit dem bisherigen in Westdeutschland gültigen Mindestlohn von 8,15 Euro nicht mehr einverstanden. Stattdessen soll er auf mindestens 8,80 Euro erhöht werden und die Gehälter im Osten sollen angeglichen werden.

„Die Lohnerhöhung haben alle Beschäftigten in der Reinigungsbranche bitter nötig”, sagt Güngör Özkul, IG BAU-Organisationssekretär in der Region Rheinland.

„Deshalb werden wir auch in Aachen immer wieder punktuell streiken, bis sich die Arbeitgeberseite bewegt.” Özkul ist sich sicher, dass die rund 860\.000 Gewerkschaftsmitglieder noch in diesem Jahr etwas erreichen können.

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