Aachen: Recyclinghof im Norden: Stadtbetrieb gibt Suche auf

Aachen : Recyclinghof im Norden: Stadtbetrieb gibt Suche auf

Der Stadtbetrieb schmeißt das Handtuch und gibt die Suche nach einem Standort für einen weiteren Recyclinghof im Aachener Norden vorerst auf. Weil die jahrelange Suche nach einem geeigneten Grundstück bisher stets ins Leere lief, sollen nun Vorschläge aus den Stadtbezirken Laurensberg und Richterich eingeholt werden.

Ende 2008 erging aus der Politik erstmals der Auftrag an den Stadtbetrieb, neben den beiden Recyclinghöfen in Brand und Eilendorf ein weiteres Angebot für die Menschen auf der anderen Seite des Stadtgebiets zu schaffen. Bequemer soll es für sie werden, Sperrgut, Bauschutt, Chemikalien oder Kompost abzuliefern, weite Anfahrten sollen ihnen erspart werden.

Seitdem wurden insgesamt neun verschiedene Flächen unter die Lupe genommen, wie Annika Huppertz, Entsorgungsingenieurin beim Aachener Stadtbetrieb, jüngst im Ausschuss darlegte. Dazu zählen Areale neben dem Friedhof Hand in Laurensberg, am Roder Weg und am Vetschauer Weg in Richterich, auf dem Campus Melaten, an der Roermonder Straße unterhalb der Brücke Toledoring sowie ein paar Meter weiter an der Süsterfeldstraße. Hinzu kamen später auch noch Flächen an der Stadtgärtnerei in der Soers, an der Liebigstraße und im Feldchen.

In allen Fällen gab es vor Ort Einwände oder Hindernisse, die als unüberwindbar gelten. Mal keimte schneller Widerstand in der Bevölkerung auf, mal war die Zufahrt schwierig, mal das Gelände zu klein und mal wäre man auch zu dicht an Wohnbebauung herangerückt. Und die letztgenannten Flächen sind auch schon wieder so weit weg von Laurensberg und Richterich, dass die Standorte kaum noch Sinn machen. „Dann ist auch die Stecke zur Kellershau­straße zumutbar“, meint Ferdinand Corsten (CDU).

Gemeinsam mit SPD-Kollegin Daniela Lucke ist er der Überzeugung, dass nun die Bezirke selbst gefragt sind, Standortvorschläge zu machen. „Wir sind bereit, einen weiteren Recyclinghof einzurichten“, betonen sie, „jetzt müssen die Bezirke liefern.“

So werden die Verantwortlichen des Stadtbetriebs ihre Suche beenden und stattdessen auf entsprechende Grundstücksmeldungen warten. Benötigt werden mindestens 1500 Quadratmeter, um die Sammelcontainer aufstellen zu können.