Aachen: Razzia im Rotlichtmilieu hat keinen terroristischen Hintergrund

Aachen : Razzia im Rotlichtmilieu hat keinen terroristischen Hintergrund

Am Mittwochabend hat es im Rotlichtmilieu in der Antoniusstraße in Aachen eine Razzia gegeben. Nach Augenzeugenberichten haben um kurz nach 21 Uhr Beamte einer Einsatzhundertschaft den Zugang zur Straße in der Innenstadt abgesperrt.

Von der Mefferdatisstraße aus bis ungefähr zur Mitte der Antonius­straße kontrollierten die Beamten demnach Personalien und Arbeitserlaubnisse der Prostituierten. In die Kontrollen involviert gewesen seien auch ausländische Beamte vermutlich aus Albanien, berichten Augenzeugen, die zugleich betonen, dass die Kontrollen ruhig und friedlich abliefen. Die Verwalter der Häuser in der Antoniusstraße zeigten sich offenbar kooperativ.

Die Kunden der Prostituierten standen dem Augenschein nach nicht im Fokus der Kontrolle. Diese Angaben wollte die Aachener Polizei nicht bestätigen und verwies auf das zuständige Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Das bestätigte auf Anfrage lediglich, dass diese Maßnahme keinen terroristischen Hintergrund gehabt habe.

Weitere Auskünfte — etwa, ob auf den Verdacht des Menschenhandels hin überprüft wurde oder ob es sich tatsächlich um albanische Beamte gehandelt habe — wollte das BKA mit Rücksicht auf die nach wie vor andauernde Maßnahme und die noch ausstehende Auswertung nicht machen.

(hr)
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