Aachen: Raus aus dem Rat: Mathias Dopatka hört auf

Aachen: Raus aus dem Rat: Mathias Dopatka hört auf

Für den SPD-Ratsherrn Mathias Dopatka wird die nächste Ratssitzung am kommenden Mittwoch die letzte sein. Der schulpolitische Sprecher und Vorsitzende des Ortsvereins Aachen-Ost verlässt die Fraktion aus beruflichen Gründen und wird zum 15. September offiziell den Rücktritt erklären.

„Ich gehe nicht, weil ich keine Lust mehr habe”, sagt er. „Es ist ein Sachzwang.” Als Gewerkschaftssekretär der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vertritt der 30-Jährige künftig auch die Interessen der Beschäftigten von Stadt und Städteregion.

Mögliche Interessenkollisionen mit seiner Ratsarbeit sollen durch die Mandatsrückgabe vermieden werden. „Mir ist das nicht leicht gefallen, aber es wäre verrückt, dafür den Job abzulehnen.”

Dopatka gehört zu den jungen Hoffnungsträgern in der SPD. Umso größer ist das Bedauern über seinen Abschied. Er hat bei der letzten Kommunalwahl 2009 als einer von vier SPD-Bewerbern ein Direktmandat holen können. Unter seinem Vorsitz konnten auch die Jungsozialisten wieder einen Mitgliederzuwachs verbuchen.

Seine Nachfolge im Rat ist noch nicht geregelt, erklärte Fraktionsgeschäftsführerin Daniela Lucke auf Anfrage. Dies soll in den nächsten Tagen passieren.