Radsport-Klassiker Rund um Dom und Rathaus am 3. August in Aachen

RC Zugvogel Aachen : Ausruhen ist hier an keiner Stelle möglich

Buchstäblich rund geht es am Samstag, 3. August, in Aachen. Und zwar immer „Rund um Dom und Rathaus“. Freunde des Radsports wissen natürlich auf Anhieb, dass es sich hierbei um den Klassiker des Aachener Radrennsportes handelt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und berüchtigt ist.

Denn die Strecke hat seine Tücken. „Entweder man liebt oder man hasst das Rennen“, weiß deshalb auch Michael Schweizer, Geschäftsführer des ausrichtenden RC Zugvogel.

Er selber konnte das Rennen 2011 gewinnen und wird sich auch in diesem Jahr trotz reduziertem Training wieder auf das Kopfsteinpflaster an Dom, Rathaus, Büchel und Rennbahn wagen. Mit ihm werden das weitere 60 bis 70 Teilnehmer der Elite-Amateurklasse im Hauptrennen sein. Vorab ist aber bereits ein buntes Begleitprogramm organisiert, vom Amateurrennen bis zum Laufradrennen für Zwei- bis Vierjährige über den Markt ist alles dabei.

Im Lager des Ausrichters und des Hauptsponsors Aachener Bank hofft man auf ideale Bedingungen. „Nicht so heiß wie im letzten Jahr und nicht so nass wie im Jahr davor“, blickt der Vizepräsident des Clubs Andreas Schruff gen Himmel.

Aber die Sportler werden es nehmen müssen, wie es kommt, und das kann durchaus gefährlich werden. Denn der Belag erinnert mehr an den Klassiker Paris-Roubaix mit seinen berühmten Kopfsteinpassagen als an innerstädtisches Dahinrollen. Deshalb nennt Schweizer das Aachener Rennen „ein ehrliches Rennen“, und meint damit die Tatsache, dass die Sportler auf der Strecke jederzeit Kontakt zur Straße haben müssen, ein Ausruhen ist an keiner Stelle möglich und wird sofort mit dem Verlust aller Siegchancen bestraft. „Wer in Aachen gewinnt, hat es auch verdient“, so lautet seine Erkenntnis.

Das wissen auch die durchaus namhaften Teilnehmer aus internationalen Radställen. Mannschaften aus Tschechien, Luxemburg und Österreich sind bekannt und geachtet in der Szene, Namen wie Tomàs Kalojíros (tschechischer Vizemeister) oder Lukas Schlemmer (Sieger Prolog Österreichrundfahrt) sind Garanten für guten Radsport und voll im Training. Das ist auch die Motivation für den Hauptsponsor Aachener Bank. „Wir möchten neben der Unterstützung für ehrenamtliches Engagement in den kleineren lokalen Veranstaltungen dafür sorgen, dass auch der Profisport in die Stadt kommt. Deshalb investieren wir sowohl beim Stabhochsprung-Meeting auf dem Katschhof als auch in das Radrennen des RC Zugvogel. Schließlich hat Aachen ja eine große Radrenntradition“, sagt er. Das Engagement des Aachener Bankinstituts und des Co-Sponsors NetAachen sorgt dafür, dass auch die ausgelobten Preis- und Durchfahrtgelder in beachtenswerten Bereichen liegen, insgesamt sind 2500 Euro an Prämien ausgelobt.

„Das ist schon viel, und vor allem fahren wir in Aachen vor vielen Zuschauern, das gibt es auch nicht so oft bei Amateurrennen“, freut sich Schweizer jetzt schon auf den Tag. Auch wenn er mittlerweile nicht mehr zu den Favoriten zählt.