Aachen: Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“ auch von Profis geschätzt

Aachen : Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“ auch von Profis geschätzt

Anspruchsvoll und wegen seiner technischen Schwierigkeiten gefürchtet ist das Radrennen um Dom und Rathaus. Auch Profis schätzen die einmalige historische Kulisse in Aachens Altstadt. Und so ist es den Organisatoren rund um Holger Sievers, Präsident des RC Zugvogel 09 Aachen, gelungen, auch diesmal wieder verschiedene Profiteams für das Hauptrennen am Samstag, 4. August, zu gewinnen.

Für dieses Rennen um 19 Uhr rechnen die Organisatoren mit rund 50 Teilnehmern. „Und das ist die ideale Größenordnung“, meint Holger Sievers, der als ehemaliger Radprofi genau weiß, wovon er spricht. „Die Strecke ist keine Autobahn“, meint er und entsprechend überschaubar müsse das Teilnehmerfeld sein.

Und dass gerade diese „Überschaubarkeit“ das Besondere des Rennens ist, davon ist auch der ehemalige Radprofi Henning Tonn, der als Sprecher fungiert, überzeugt. Denn an keiner anderen Strecke seien die Zuschauer so nah dran an den Profis wie beim Rennen rund um Dom und Rathaus, meint er. Für die Fahrer ist die Strecke eine absolute Herausforderung. Zum einen sorgt schon das Kopfsteinpflaster für ein ganz besonderes „Rüttel-Feeling“, zum anderen dürfe man auch die Steigungen am Büchel und am Markt nicht unterschätzen, so Sievers. „Die sind zwar auf den ersten Blick vielleicht nicht so bemerkenswert, aber nach 80 Runden stecken sie den Fahrern dann doch in den Knochen“, meint er.

Neben den professionellen Rennen soll es an diesem Tag auch Spaß für jeden geben, der mitmachen will. Bei einem Parcours nach dem C-Rennen kann beim Fahren mit dem Lastenrad Geschicklichkeit bewiesen werden. Dabei besteht die Möglichkeit, einen Wanderpokal zu gewinnen, den derzeit die Aachener Bank besitzt. „Wir würden uns nur schweren Herzens von ihm trennen“, meint Jens Ulrich Meyer, Vorstand Aachener Bank.

Nun hoffen die Veranstalter natürlich auf gutes Wetter. „Und selbst die derzeitige Hitze ist noch besser als das schlechte Wetter im vergangenen Jahr“, meint Sievers. Denn der Regen verwandelt das Kopfsteinpflaster in eine gefährliche Rutschpiste, und die Zuschauer halten sich dann erfahrungsgemäß nicht so lange am Streckenrand auf wie gewöhnlich, so Sievers. Mit 6000 Zuschauern wird gerechnet, und die sollen natürlich auf ihre Kosten kommen. Möglich sei ein solches Event nur Dank der Unterstützung von allen Seiten, sagen die Organisatoren. Aber auch wenn der Radsport laut Henning Tonn anderorts immer weniger Zuspruch findet, sei Aachen da ganz anders: „Dieses Rennen um Dom und Rathaus ist etwas ganz Besonderes“, betont er.

Der C-Lauf startet um 16 Uhr. Im Anschluss ist der Parcours mit Lastenrädern geplant. Die Profis gehen dann um 19 Uhr beim Hauptrennen an den Start.

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